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ß-Carotin und Lycopin

Eine andere Gruppe von sekundären Pflanzenstoffen sind die sogenannten Carotinoide. Sie sind ebenfalls natürliche Farbstoffe der Pflanzen: die bekanntesten dürften das fettlösliche, gelb bis rote Farbstoffe ß-Carotin (Karotten) und das rote Lycopin sein, die beide in unseren Lycopin-Tabletten enthalten sind.

Carotinoide gelten als Immunstimulanzien und "Radikalfänger". Sie tragen also dazu bei, dass aggressive Substanzen, die im Körper z. B. durch Umwelteinflüsse vermehrt auftreten, abgefangen werden, bevor sie größeren Schaden anrichten. Man kennt aus den verschiedenen Obst- und Gemüsesorten ca. 600 verschiedene Carotinoide. Sie sorgen für die Farbe der Früchte. Die Farbgebung ist allerdings nur ein Nebeneffekt. Die Hauptaufgabe der Carotinoide ist der Schutz der empfindlichen Zellstrukturen vor Freien Radikalen. 

Obst und Gemüseangebot in Guadelajara, Mexiko

Wo wir Sonnenschirm und Sonnencreme benutzen, verwenden Pflanzen Carotinoide, um ihre Zellen vor der UV-Strahlung zu schützen. Durch den Verzehr von reichlich Obst und Gemüse können wir die Erfindung der Pflanzen auch für uns nutzen, denn nur so kommen wir zu diesen segensreichen Vitalstoffen. Wie Vitamine kann der Mensch auch Carotinoide nicht selber erzeugen, sondern er ist auf deren Zufuhr durch die Nahrung angewiesen.

Zur Gruppe der Carotinoide gehört auch das Lycopin. Es kommt in Tomaten, Mangos, Hagebutten, Grapefruit und Aprikosen vor. Die Aufnahme des Lycopins durch den Körper scheint sich zu verbessern, wenn die lycopinhaltige Kost vorher erhitzt wurde. Gekochte Tomaten oder Ketchup liefern deshalb mehr Lycopin als die ungekochte Frucht. Von Vitaminen ist genau das Gegenteil bekannt: Wärmebehandlung zerstört deren Wirkung.

In Studien konnte nach Aufnahme von Lycopin ein vermindertes Risiko für Herzinfarkte und bestimmte Tumorarten nachgewiesen werden. Untersuchungen beim Prostatakrebs zeigen ein vermindertes Risiko in Abhängigkeit von lycopinhaltigen Lebensmitteln. Je höher der Tomaten-Konsum (z.B. der Ketchup-Verbrauch), desto weniger Männer waren von Prostata-Krebs betroffen. Das gleiche gilt für bösartige Geschwülste des Verdauungstraktes. Schließlich konnten Wissenschaftler bei einem Vergleich der Blutproben von Brustkrebspatientinnen mit gesunden Frauen feststellen, dass eine hohe Lycopinkonzentration ein vermindertes Erkrankungsrisiko anzeigt. Auch hier wird die Funktion des Radikalfängers als Ursache für den Schutzeffekt angesehen.

ß-Carotin trägt als Vorstufe von Vitamin A entscheidend zu einer guten Versorgung mit Vitamin A bei. ß-Carotin schützt aber vor allem die Haut bei extremer UV-Empfindlichkeit. In Studien hatten Personen mit viel Carotinoiden im Blut, beziehungsweise mit hohem Obst- und Gemüseverzehr ein um 70 Prozent geringeres Krebsrisiko.