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wie sieht die Migräne - Behandlung aus?

Was können Sie selbst tun?

55% der betroffenen Kopfschmerzpatienten versuchen ihre Krankheit allein in den Griff zu bekommen. Viele lassen sich in der Apotheke beraten oder suchen selbst nach einer Lösung . Nur jeder 6. bis 7. nimmt ärztliche Hilfe in Anspruch, oft aus der Erfahrung heraus, dass der Arzt in der Vergangenheit auch nichts ernsthaftes finden konnte oder lediglich ein Schmerzmittel verordnete.

Untersuchungen an Ärzten verschiedener Fachrichtungen zeigten, dass der Neurologe nur in 1/3 der Migränefälle , der Allgemeinarzt sogar nur in ¼ der Fälle die richtige Diagnose stellten.

Fachärzte verordnen Migränikern,
was ihrer fachärztlichen Richtung gerecht wird:

Augenarzt verpasst eine Brille
Orthopäde renkt die Wirbelsäule ein
Gynäkologe verschreibt Hormone
Internist behandelt den Blutdruck
Dentist entfernt Amalgamplomben
Allgemeinarzt verordnet Schmerzmittel

Wer um diesen Hintergrund weis, ist nicht verwundert, dass viele Patienten mit Kopfschmerzen oder Migräne nie beim Arzt waren oder aussagen, dass ihr Arzt ihnen nicht weiterhelfen konnte. Bei der Hälfte aller Betroffenen muss die Behandlung und der Erfolg sogar derart frustrierend gewesen sein, dass kein Arzt mehr aufgesucht wird. Rund 20% der Migränepatienten gingen noch nie zum Arzt.

Die Behandlung des Kopfschmerzes erfolgt in der Regel mit Arzneimitteln, von denen es eine Flut von unterschiedlichen Kombinationen, Einzelstoffpräparaten und Darreichungsformen gibt. Häufig nur deshalb, um sich von anderen Produkten unverwechselbar abzugrenzen. Bei genauer Nutzen-Risiko-Abwägung sind sicherlich einige Arzneimittel als sehr positiv zu beurteilen. Die Mehrzahl der angebotenen Präparate muss aber als weniger sinnvoll eingestuft werden, weil

·       sie überflüssige oder umstrittene Kombinationspartner enthalten

·       sie selbst z.B. Dauerkopfschmerzen auslösen können (Ergotamin)

·       sie bei Dauergebrauch mehr oder weniger stark die Nieren oder die Leber schädigen (Paracetamol)

·       eine andere Wirkung des Arzneimittels primär gesucht wird (z.B. anregende Coffeinwirkung) und dies zum weiteren Schmerzmittelgebrauch verleitet

·       sie aufgrund ihrer Wirkungslosigkeit gelegentlich zum Verordnen weiterer Arzneimittel (z.B. Motilitätsbeschleuniger, Ca-Antagonisten) verleiten.

Bevor man zu Arzneimitteln greift, sollte man eventuell durch eine Nahrungsumstellung versuchen, das Leiden in den Griff zu bekommen. Der Verzicht auf Kaffee, Nikotin und Tabak oder zumindest die Einschränkung des Genussmittelkonsums gehört ebenfalls dazu. Entspannungsmethoden, wie die progressive Muskelentspannung, sind eine gute zusätzliche Hilfe, um Stress abzubauen und der nächsten Attacke vorzubeugen.

Wie sieht die Behandlung durch den Arzt aus?

Es gibt zwei verschiedene Arten der Behandlung: Die akute Schmerzbehandlung bei einem Migräne-Anfall und die vorbeugende Behandlung, damit es gar nicht erst zu einer Attacke kommt.

Zur Behandlung der akuten Migräneattacke wird Ihnen der Arzt ein spezielles Schmerzmittel in Kombination mit einem Medikament gegen Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen verordnen. Bei einer Migräneattacke ist der Magen-Darm-Trakt normalerweise außer Funktion gesetzt. Deshalb ist es wichtig, das Medikament gegen Übelkeit und Erbrechen gleich bei den ersten Anzeichen einer Attacke einzunehmen, damit das Schmerzmittel besser durch den Verdauungstrakt aufgenommen wird.

Bei der vorbeugenden Behandlung werden häufig Betarezeptorenblocker eingesetzt. Die Indikation muss vom Arzt sehr streng gestellt werden, da das jeweilige Medikament nicht nur die Migräne beeinflusst, sondern auch Nebenwirkungen hat. Begleitend zur Therapiekontrolle sollte ein Migränekalender geführt werden. 

Migränewirkstoffe im Rahmen der Schmerzbehandlung sind z. B.: Acetylsalicylsäure, Paracetamol, Ibuprofen, Naproxen (verschreibungspflichtig). Häufig verordnet und sinnvoll sind Mefenaminsäure (nichtsteriodales Antirheumatikum), Sumatriptan (5-HT1-Agonist), Ergotamin (Mutterkornalkaloide), Codein, Dihydrocodein, Dextropropoxiphen (Opiate).

Die natürliche Alternative zu den chemischen Mitteln sind Mutterkraut-Tabletten. Sie enthalten den Extrakt aus der Pflanze, der nachweislich sehr positiv bei Migräne wirkt. Die Anzahl der Attacken und deren Schwere wird verringert.

Tipps, wie Sie Migräneattacken vermeiden können

Das schreibt die Presse über Mutterkraut