| wann
spricht man von Migräne? |
die
Diagnose Migräne wird bereits gestellt, wenn mindestens zwei der
folgenden Kriterien vorliegen:
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meist
einseitige, pulsierende Kopfschmerzen
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die
mit Licht- und Geräuschempfindlichkeit einhergehen
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von
Übelkeit, Erbrechen und Störungen der Verdauung begleitet
sind
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4
bis 72 Stunden anhalten
-
und
sich unter körperlicher Belastung verstärken
Meiden
Sie Rotwein, Bananen, Nüsse, Käse und Schokolade, weil alle den
Serotoninspiegel im Gehirn beeinflussen. Das kann Migräne auslösen.
Ein
natürliches, mildes Kraut, dessen Gebrauch in der Küche und der
Naturheilkunde auf einer langen Tradition beruht, ist Mutterkraut.
Es stärkt den Appetit und wirkt aufgrund der Bitterstoffe anregend.
Es weckt die Lebensgeister, belebt den Körper und hilft bei Migräne.
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Migräneauslösung
durch Genuss- und Lebensmittel |
Regelmäßige
Essenszeiten und der Verzicht auf typische migräneauslösende Nahrungsmittel
ist für den Migräniker obligatorisch. Wenig Fett, Käse, Süßigkeiten
(Schokolade), Koffein, Nikotin
und Alkohol (Rotwein) heißt die Devise. Allerdings ist jeder unterschiedlich
anfällig.
Jeder
vierte Migränepatient glaubt aber, seine Anfälle hingen mit der
Ernährung zusammen. Rotwein führt
dabei die Liste der verdächtigten Lebensmittel an. Mediziner vertreten
häufig die Ansicht, allein der Alkohol und nicht der Wein als
solcher ist dafür verantwortlich. Durch einen Blindversuch mit
19 Patienten, die angaben, empfindlich auf Rotwein zu reagieren,
überprüften britische Forscher diese Behauptung. Die Probanden
erhielten entweder 0,3 l Rotwein oder eine Wodka-Limonaden-Mixtur
mit gleichem Alkoholgehalt. Der Geschmack wurde maskiert, indem
die eisgekühlten Getränke aus einem braunen Glas mit dunklem Strohhalm
getrunken werden mussten. 9 der 11 Rotweintrinker reagierten prompt
mit einer Migräneattacke, jedoch keiner der Wodka-Trinker. 5 gesunde
Vergleichspersonen vertrugen den Rotwein ohne Nebenwirkungen.
Einer
alten Hypothese zufolge sollen biogene Amine, die den Serotonin-Spiegel
beeinflussen - insbesondere Tyramin - für die Migräne verantwortlich
sein. Da der Gehalt jedoch unter 2 mg/l lag, einem für fermentierte
Lebensmittel verschwindend geringen Anteil, schied diese Möglichkeit
aus. Die Autoren schlugen daher eine andere Erklärung vor: Ausgehend
von der Beobachtung, dass lediglich Rotwein Migräneattacken auslöst,
machen sie Polyphenole dafür
verantwortlich. Rotwein enthält z. T. mehr als 1 g/l (vor allem
Flavonoide wie Catechine und
Anthocyane), während Weißwein
gewöhnlich nicht mehr als 250 mg/l aufweist. Die Flavonoide des
Rotweins hemmen ein Enzym
in der Darmwand, das als Phenolsulfotransferase (PST) bezeichnet
wird. Dies führt letztendlich dazu, dass der Körper gewisse Phenole
nicht mehr entgiften kann, die dann über den Blutstrom ins Gehirn
gelangen und Migräne auslösen. Patienten, die Rotwein als Auslöser
ihrer Migräne ansehen, weisen sehr geringere Aktivitäten des PST-Enzyms
iim Blut auf.
Diese
Theorie wird durch die Beobachtung gestützt, dass neben Rotwein
vor allem Schokolade als Auslöser von Migräne genannt wird. Polyphenole
machen immerhin 12 - 18 % der Trockenmasse von Kakaobohnen aus.
Auch hier spielen Tannine, Catechine und Anthocyane eine wichtige
Rolle.
Die
natürliche Alternative zu chemischen Migränemitteln
sind Mutterkraut-Tabletten.
Sie enthalten den Extrakt aus der Pflanze, der nachweislich sehr
positiv bei Migräne wirkt. Die Anzahl der Attacken und deren
Schwere lässt nach.
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