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Dass eine fischreiche Ernährung vor Herz-Kreislauf-Beschwerden
und Schlaganfällen schützen, ist bekannt. Vor allem die Kaltwaserfische
der nördlichen Meere (Lachs, Hering, Makrele) haben diese gesundheitsfördernden
Eigenschaften.
Da
Fischöl besonders viel Omega-3-Fettsäuren enthält, lag es nahe,
den Omega-3-Fettsäuren die günstigen Wirkungen auf das Herz-Kreislauf-System
zuzuschreiben.
Pflanzen
sind die wichtigsten Quellen für Omega-6-Fettsäuren. Viele Samenarten
(z. B. Getreide, Sojabohnen) sind reich an Linolsäure. Margarinesorten,
die als Hauptbestandteil pflanzliche Öle enthalten, sind ebenfalls
gute Linolsäurequellen. Die wichtigsten Quellen für Gamma-Linolensäure
(GLA) sind die Samen von Nachtkerze, Borretsch und schwarzen Johannisbeeren.
Alpha-Linolensäure
kommt in grünen Blattgemüsen und einigen pflanzlichen Ölen vor
(z. B. Lein-, Raps- und Sojaöl).
Eicosapentaensaure
und Docosahexaensäure findet man vor allem in Fisch und Fischöl.
Fette Fischarten wie Makrele, Hering oder Lachs sind besonders
reich an n-3-Fettsäuren.
Die
Fettsäure-Mengen in Fleisch, Geflügel und Milch sind stark vom
Futter der Tiere abhängig.
Die Deutsche
Gesellschaft für Ernährung (DGE) gibt umfangreiche Empfehlungen
für eine optimale Fettzufuhr und -zusammensetzung an (Referenzwerte
für die Nährstoffzufuhr): Der Anteil des Nahrungsfettes
an der gesamten Energieaufnahme sollte beim Erwachsenen 30 % nicht
überschreiten, bei älteren Kindern und Jugendlichen 35%, bei Säuglingen
und Kleinkindern 40-50%. Der Anteil der essentiellen Fettsäuren
sollte bei etwa 3 % der gesamten Energie betragen. Als günstiges
Verhältnis von Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren in der Nahrung
empfehlen die meisten Wissenschaftler einen Quotienten zwischen
3:1 und 15:1. Vermutlich spielt das mengenmäßige Verhältnis zwischen
den beiden Fettsäuretypen eine wichtigere Rolle als die absolute
Menge selbst, denn zu viel oder ausschließlich Omega-6-Fettsäuren
aus pflanzlicher Kost behindern die körpereigene Synthese der
Omega-3-Fettsäuren.
Bei
Erwachsenen scheint nach heutigen Erkenntnisstand eine tägliche
Zufuhr von etwa 0,4-0,5 g EPA und DHA für eine gute Versorgung
ausreichend zu sein. Eine derartige Menge reichen auch 2-3 Fischmahlzeiten
(also ca. 600 g fetter Seefisch) pro Woche. Zur Prophylaxe von
Herz-Kreislauferkrankungen wird die doppelte bis dreifache tägliche
Zufuhr diskutiert.
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was sind Omega-3-Fettsäuren
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Omega-3-Fettsäuren
zählen zu den mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Fettsäuren sind
wichtige organische Verbindungen, die im Körper zum einen als
Energiespeicher dienen und zum anderen wichtige Bausteine der
Zellmembranen darstellen.
Fette
enthalten neben den gesättigten und den einfach ungesättigten
Fettsäuren manchmal auch mehrfach ungesättigte Fettsäuren (Polyunsaturated
fatty acids = PUFAs) in unterschiedlicher Art und Menge.
Als ungesättigt wird eine Verbindung dann bezeichnet, wenn sie
eine oder mehrere Doppelbindungen im Molekül aufweist. Diese Doppelbindungen
zwischen zwei Atomen können leicht aufklappen zu einer Einfachbindung,
wodurch sich an den aufgeklappten "Ärmchen" schnell
andere Atome anlagern. Besonders einige aggressive Verbindungen
aus der Umwelt (sogenannte freie
Radikale) spalten die Doppelbindungen schnell und gern
auf.
Fettsäuren mit möglichst vielen ungesättigten Bindungen haben
einen besonders hohen Ernährungswert, weshalb man die Sättigung
der Fette, z. B. bei der Margarineherstellung zu vermeiden sucht.
Das
Wort "Omega" rührt aus der alten Bezeichnung der Fettsäuren,
nach der diese vom Ende her durchnummeriert wurden (Omega ist
der letzte Buchstabe des griechischen Alfabets). Die Omega-3-Fettsäuren
haben also am dritten Kohlenstoffatom ihre erste Doppelbindung,
sowie weitere Doppelbindung im Verlauf der Kette. Je
nach Länge der Fettsäurekette sind weitere Doppelbindungen im
Abstand von jeweils 3 Fettsäuremolekülen eingefügt. Man
nennt diese Fettsäuren daher mehrfach ungesättigt.
Die
Omega-6-Fettsäuren, die hauptsächlich in pflanzlicher Kost vorkommen
haben, ganz entsprechend gezählt, also am sechsten Kohlenstoffatom
ihre erste Doppelbindung. Einige mehrfach ungesättigte Omega-6-Fettsäuren,
die Linolsäure und die Alpha-Linolensäure sind essentiell für
den Menschen, d. h. das der Körper sie nicht synthetisieren kann,
sie müssen deshalb mit der Nahrung zugeführt werden, will man
nicht einen Mangel erleiden.
Linolsäure
kann im Körper gespeichert, zur Energiegewinnung oxidiert oder
aber auch in andere PUFAs umgewandelt werden, z. B. zu
Gamma-Linolensäure (GLA) oder Arachidonsäure. All diese
Fettsäuren haben im menschlichen Körper wichtige physiologische
Funktionen.
Die
wichtigsten Omega-3-Fettsäuren für unsere Ernährung sind die Eicosapentaensäure
(EPA) und die Docosahexaensäure (DHA). Beide kann der Körper auch
selbst herstellen. Sie sind also nicht essentiell. Alpha-Linolensäure
ist die Ausgangssubstanz, aus der Eicosapentaensäure (EPA) und
Docosahexaensäure (DHA) metabolisiert werden. Diese Umwandlung
verläuft beim Menschen langsam und ist nur begrenzt möglich. Zahlreiche
Enzyme wirken hierbei mit, deren Funktion nicht immer im ausreichenden
Maße gegeben ist. Außerdem kann eine hohe Zufuhr an Omega-6-Fettsäuren
die Umwandlung von Alpha-Linolensäure in EPA und DHA beeinträchtigen.
Der Verzehr von Fetten aus pflanzlichen Produkten kann daher die
wünschenswerte Zufuhr an Omega-3-Fettsäuren nicht ersetzen, im
Gegenteil, er behindert sogar die Synthese der wichtigen Omega-3-Fettsäuren.
Nicht
selten haben daher Menschen, die nur selten Meeresfische essen,
aber sehr viel pflanzliche Kost, einen Mangel an ungesättigten
Omega-3-Fettsäuren.
Wissenschaftliche
Untersuchungen deuten daraufhin, dass Docosahexaensäure (DHA)
vor allem für das Wachstum des Säuglings und die kindliche Entwicklung
essentiell ist. Interessanterweise stellt Muttermilch eine gute
Quelle an langkettigen PUFAs für Säuglinge dar. Wissenschaftler
empfehlen deshalb generell, alle Säuglingsmilchpulver mit Omega-3-PUFAs
anzureichern.
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