Wirkung der Omega-3-Fettsäuren
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Bei
den Omega-3-Fettsäuren handelt es sich um ungesättigte Fettsäuren,
die vor allem im Fisch vorkommen. Je fetter der Fisch, um so mehr
von diesen sehr gesunden ungesättigten Fettsäuren enthält er.
Bereits
vor mehr als 50 Jahren stellten Wissenschaftler fest, dass bei
Eskimos Herz-Kreislauf-Erkrankungen nahezu unbekannt waren. Der
Beweis, das die im Fisch enthaltenen Omega-3-Fettsäuren damit
etwas zu tun haben könnten, wurde erst in den 70er Jahren erbracht.
Inzwischen hat die Wissenschaft mehrere Anwendungsgebiete für
die Fettsäuren der Meerestiere erbracht
Lachs
ist besonders reich an Omega-3-Fettsäuren
Entzündliche
Erkrankungen
Omega-3-Fettsäuren verringern im menschlichen Körper die Bildung
von körpereigenen, entzündungsfördernden Stoffen. Zwar tritt die
entzündungshemmende Wirkung der Omega-3-Fettsäuren erst allmählich
ein, da sie sich nur langsam im Körpergewebe anreichern. Dafür
wirken sie aber meist nachhaltiger als chemische Arzneimittel
und sind meist auch besser verträglich. Omega-3-Fettsäuren werden
daher von Ärzten als ideale Ergänzung zur herkömmlichen Therapie
bei entzündlichen Erkrankungen empfohlen, z. B. Schuppenflechte
und Neurodermitis. Omega-3-Fettsäuren können auch bei der Behandlung
chronisch entzündlicher Darmerkrankungen (z.B. Colitis ulcerosa)
helfen. Bei vielen dieser Patienten gingen Koliken, Bauch- und
Unterleibsschmerzen sowie Durchfälle deutlich zurück. Ähnlich
gut sind die Erfolge bei Rheuma und Arthritis.
Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Hauptanwendungsgebiet der Omega-3-Fettsäuren ist die gezielte
Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Bei regelmäßiger Einnahme
können Ablagerungen und Verengungen der Blutgefäße vermieden werden.
Studien haben gezeigt: Omega-3-Fettsäuren normalisieren die Blutfettwerte.
Das Gesamt-Cholesterin und vor allem das "schlechte"
LDL-Cholesterin sowie die Triglyzeride im Blut werden deutlich
gesenkt. Dagegen wird das "gute" HDL-Cholesterin angehoben.
Was manche Bevölkerungsgruppen durch ihre tägliche fischreiche
Nahrung für ihre Gesundheit tun, können wir Mitteleuropäer durch
eine ausgesuchte Nahrungsergänzung mit
einem Fischöl-Produkt ausgleichen.
Wachstum
und Nerven
Eine frühzeitige, ausreichende Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren
in der Schwangerschaft und danach kann sowohl das Sehvermögen,
die Abwehrkräfte und als auch die spätere Intelligenz des Kindes
fördern. Auch beim Erwachsenen fördern Omega-3-Fettsäuren die
Hirnleistung, weil sie die allgemeine Durchblutung verbessern
und so dem Gehirn mehr Sauerstoff zugeführt wird. Patienten mit
Morbus Alzheimer zeigen häufig einen signifikanten Mangel an Omega-3-Fettsäuren.
Man nimmt daher an, das die Omega-3-Fettsäuren eine zentrale Funktion
im Zentralnervensystem haben.
Depressionen
Eine finnische Studie mit rund 3200 Teilnehmern
hat ergeben, dass Fisch möglicherweise sogar vor Depressionen
schützen kann. Wer viel und regelmäßig Fisch isst, leidet seltener
an Depressionen. Studienteilnehmer, die Meeres- oder Süßwasserfische
seltener als einmal die Woche zu sich nahmen, hatten ein um 31
% höheres Erkrankungsrisiko im Vergleich zu denen, die häufiger
Fisch verzehrten. Omega-3-Fettsäuren könnten für die Unterschiede
verantwortlich sein, indem sie ähnlich wie einige Antidepressiva
in den Gehirnstoffwechsel eingreifen. Ein niedriger Blut-Spiegel
von Omega-3-Fettsäuren führt zu einem Serotonin-Mangel, was depressive
Störungen hervorrufen kann. Untersuchungen an der Harvard-Universität
deuten auf eine stimmungsaufhellende Wirkung der Omega-3-Fettsäuren
hin. Manisch depressive Patienten erhielten vier Monate entweder
Fischöl- oder Olivenölkapseln. Nur das Fischöl konnte Symptome
der Erkrankung mildern.
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