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enthalten
Anthocyane,
die Freie Radikale abfangen und entzündungshemmend wirken
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enthalten
Proanthoyanidine, die vor Harnwegsinfektionen schützen
Die
Preiselbeere (lat. Vaccinium vitis-idaea) ist ein kniehoher Strauch,
der erst im Herbst knallrote, sehr saure Früchte trägt.
| neues
aus Medizin und Ernährung |
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Studie zur
Wirkung bei Harnwegsinfektionen |
Preiselbeeren
schützen vor Harnwegsinfektionen und hindern Bakterien, sich an
Zellen des Blasentrakts anzuheften.
Der
regelmäßige Konsum von Preiselbeersaft beugt Harnwegsinfektionen
vor. Der Saft eignet sich zudem als Mittel gegen Bakterien, die
gegen herkömmliche Antibiotika resistent sind. Das berichten Forscher
der Rutgers University, der University of Michigan sowie der State
University of New Jersey in der aktuellen Online-Ausgabe des medizinischen
Fachmagazins JAMA. In einer Mitteilung der Rutgers University
betonen die Forscher allerdings, dass Preiselbeersaft nicht zur
Behandlung von Infektionen eingesetzt werden soll, sondern eher
als vorbeugende Maßnahme zu sehen ist. Man kann vorbeugend Preiselbeeren
als Saft, Marmelade oder Kompott einen Teelöffel alle 3
Stunden - oder auch als Preiselbeer-Kapseln
nehmen.
Für
die Studie sammelten die Forscher Urinproben von Probanden mit
Harnwegsentzündungen. Ein Teil der Versuchspersonen hatte zuvor
240 Milliliter eines Beerencocktails getrunken. Dabei stellte
sich heraus, dass der Saft die Antibiotika-resistenten Escherichia-coli-Bakterien
davon abhält, sich an den Zellen des Blasentraktes festzusetzen.
79 Prozent der Bakterien wurden daran gehindert, sich an den Zellen
anzuheften. "Die Beeren fördern die Spülung der problematischen
Bakterien von der Blase in den Harn", so die Studienleiterin
Amy B. Jowell von der Rutgers University. Diese Wirkung, so die
Forscherin, setzt etwa zwei Stunden nach dem Trinken ein und hält
bis zu zehn Stunden an. Ein Glas Saft am Morgen und eines am Abend
sei daher wirkungsvoller als eine größere Menge auf einmal zu
trinken.
Bisher
gingen die Forscher davon aus, dass Preiselbeeren den Gesundheitszustand
der Harnwege durch die Ansäuerung des Urins fördern. Die aktuellen
Ergebnisse unterstützen nun aber die Anti-Adhäsions-Eigenschaft
der Preiselbeere. Vermutlich sind es die Proanthocyanidine
in den Beeren, der die E.-coli-Bakterien davon abhalten, sich
an die Zellen zu kleben und so eine Infektion auszulösen.
Erst
kürzlich genehmigte das National Institute of Health die finanzielle
Unterstützung weiterer Forschungen über die Rolle von Preiselbeeren
bei der Prävention von Harnwegsinfektionen sowie als Beigabe zu
herkömmlichen Antibiotika bei der Behandlung von Infektionen.
Zwischen 1992 und 1998 sind in den USA die Fördergelder für die
Erforschung von antimikrobiellen Resistenzen um 75 % gestiegen.
Dies spiegelt die weltweite Besorgnis über die dramatische Zunahme
an resistenten Bakterien wider.
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