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Milch in unserer Ernährung

Stutenmilch gehört zu den nahrhaftesten, aufbauendsten und gesündesten Nahrungsmitteln, die es gibt. Nicht umsonst ist es die Erstnahrung jedes Säugetierjungen. Unter der Handelsbezeichnung Milch darf nur Kuhmilch angeboten werden. Die für den menschlichen Verzehr geeigneten anderen Milcharten sind entsprechend ihrer Herkunft zu benennen, also: Büffelmilch, Elchmilch, Eselmilch, Frauenmilch, Kamelmilch, Rentiermilch, Schafmilch, Stutenmilch, Ziegelmilch. Die Kuhmilch ist mit etwa 90% Welt-Marktanteil von allen Milcharten in vielen Ländern der Haupterwerbszweig vieler Landwirte, gefolgt von Büffelmilch (7%), Schaf- und Ziegenmilch (je 1,5%).

Stutenmilch hat nur regional eine gewisse Bedeutung. Pferde liefern bei vergleichbarer Körpergröße auch nur ca. 10% der Milchmenge von Rinder.

Milch ist ernährungsphysiologisch sehr empfehlenswert. Der Staat hat die Qualitätsnormen für Milch sehr streng geregelt. So ist je nach Land ein Fettgehalt von 3,2 bis 3,9% festgelegt, in Deutschland 3,5% oder 1,5% für fettarme Milch.  Das Milchfett ist leicht verdaulich und gut verträglich. Mit einem Liter Milch täglich deckt man bereits seinen Bedarf an Calcium und Vitamin B2. Die in der Milch enthaltene Mineralstoffe sind an Eiweiße gebunden und können leicht resorbiert werden. Casein, meist als Calciumsalz vorliegend, ist das wichtigste Eiweiß. In den Milchproteinen sind sämtliche essentiellen Aminosäuren enthalten. Aus Ernährungssicht wichtig zu erwähnen ist noch der hohe Anteil an kurzkettigen gesättigten Fettsäuren und der hohe Gehalt an Milchzucker (Laktose). Milchzucker trägt zur Regulierung der Darmfunktion bei und Milch bietet insgesamt eine hervorragende Grundlage zur Ansiedlung der gewünschten Darmflora.

Nicht unerwähnt bleiben sollten auch einige wenige Nachteile der Milch. Für Menschen mit Unverträglichkeiten gegenüber Milchzucker und bestimmten Milchproteinen stellt die Einnahme von Milch ein echtes Problem dar. Alle Milchprodukte sollten in diesem Fall gemieden werden.

Herstellung von Stutenmilch

Stutenmilch wird wie Rohmilch nicht behandelt. Da sie einen hohen Albuminanteil hat, würde sie beim Kochen, sofort gerinnen. Deshalb kann sie nicht pasteurisieren werden, sondern sie muss möglichst keimfrei als Vorzugsmilch gewonnen werden, Nach dem Melken wird die gefilterte Milch sofort abgefüllt und schockgefroren. So ist die tiefgefrorene Milch lange haltbar und kann bei Bedarf weiter verarbeitet oder verwendet werden. Die Stutenmilch steht wie jedes Lebensmittel unter Kontrolle der Gesundheitsbehörden. Alle positiven Eigenschaften bleiben auch bei der Herstellung des Stutenmilch-Pulvers und der Stutenmilch-Tabletten erhalten.

Zusammensetzung der Stutenmilch

Die Zusammensetzung der Milch ist von der Tierart, der Rasse, vom Alter, von der Ernährung (insbesondere der Qualität des Futters) und vom Alter der Tiere abhängig. Die folgende Tabelle zeigt einen Vergleich der Zusammensetzungen von Kuhmilch, Stutenmilch und humaner Milch:
Angaben pro 100 g nach Heseker & Heseker,
Nährstoffe in Lebensmitteln

 

 

Kuhmilch

Stutenmilch

Frauenmilch

Büffelmilch Schafmilch Ziegenmilch

Eiweiß

3,3 g

2,2 g

1,1 g

4,5 g 5,2 g 3,6 g

Fett

3,5 g

1,5 g

4,0 g

8,0 g 6,2 g 4,2 g

Kohlenhydrate

4,8 g

6,3 g

7,1 g

4,8 g 4,4 g 4,9 g

davon Laktose

4,6 g

6,2 g

7,0 g

4,7 g 4,2 g 4,8 g

Mineralstoffe

0,7 g

0,4 g

0,2 g

0,8 g 0,9 g 0,8 g

davon Calcium

120 mg 110 mg 31 mg 195 mg 183 mg 127 mg

davon Eisen

0,05 mg

0,1 mg

0,03 mg

0,15 mg 0,1 mg 0,1 mg

Vitamin C

2,0 mg

15,0 mg

4,0 mg

2 ,0 mg 4,0 mg 2,0 mg

Energie

285 kJ 195 kJ 290 kJ 470 kJ 420 kJ 310 kJ

Da die Stutenmilch der humanen Milch sehr ähnlich ist, kann Stutenmilch zur Ernährung des menschlichen Säuglings verwendet werden. Stutenmilch ist sehr fettarm und bezüglich einiger Mineralstoffe und Vitamine reicher als die Muttermilch. Sie entspricht somit in geradezu idealer Weise der Forderung nach einer wenig kalorienhaltigen aber nährstoffreichen Ernährung. Stutenmilch insbesondere hat zahlreiche medizinische Wirkungen, z. B. bei Haut- und Darmproblemen und der Infektabwehr.