Grüner
Tee - Nationalgetränk in China
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Den ganzen Tag über grünen Tee zu trinken, ist in China
schon seit Jahrhunderten Tradition. Grüner Tee schmeckt nicht nur, sondern
er ist auch sehr gesund. In China ist er deshalb Nationalgetränk. Anders
als schwarzen Tee sollte man grünen Tee aber nicht mit kochendem Wasser
aufgießen. Er schmeckt am besten, wenn man das Brühwasser nach dem Sieden
auf 70 - 80 Grad abkühlen lässt.
Wissenschaftliche Untersuchungen sprechen dafür, dass
insbesondere der Stoff EGCG (Epigallocatechin-3-gallat) im Grüntee der Entstehung von Speiseröhren-, Brust-,
Haut-, Lungen, Magen- und Darmkrebs entgegenwirkt. Eine Tasse grünen Tees
enthält bereits 150 Milligramm dieses Stoffes. Im Laborversuch hindert EGCG
Krebszellen am Wachstum und aktiviert sogar deren Selbstmordprogramm.
wichtiges Enzym, die Urokinase. Grüner Tee ist
zwar verglichen mit einigen Arzneimitteln nur ein schwacher Urokinasehemmer, dafür aber frei von jeglichen
Nebenwirkungen. Bereits die EGCG-Mengen, die man
mit einem halben Liter grünem Tee zu sich nimmt, sollen das Krebsrisiko
reduzieren und schon gebildete Krebszellen zurückdrängen, sagen die
Wissenschaftler. Schwarzer Tee hat diese Eigenschaften nicht, weil die
Inhaltsstoffe durch das Fermentieren verändert werden.
Außerdem besitzt grüner Tee eine Schutzwirkung auf Herz
und Kreislauf. Er hemmt die Blutgerinnung und verhindert dadurch die
Verklumpung der Blutplättchen und den gefährlichen Verschluss einer
Ader.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE)
schreibt zum Grünen Tee
a) in DGE-aktuell 22/98:
"Ernährungstipps- Trinken Sie mindestens 1,5
Liter Flüssigkeit am Tag. Geeignet sind kalorienfreie Getränke, wie
Mineralwasser. Grüner und schwarzer Tee enthalten wirksame sekundäre
Pflanzenstoffe. Polyphenole haben ein besonders
breites Spektrum gesundheitsfördernder Wirkungen: Sie wirken antikanzerogen, antimikrobiell,
immunmodulatorisch, antioxidativ
und entzündungshemmend".
b) in DGE-Beratungspraxis vom April 1999
"Verbraucher-Frage: Besitzen grüner und evtl.
auch schwarzer Tee gesundheitsfördernde Eigenschaften?
Antwort: Grünem Tee werden mehrere
gesundheitsfördernde Eigenschaften zugesprochen. Der regelmäßige Genuss von
grünem und schwarzem Tee schützt möglicherweise vor Karies. Durch die
Dämpfung nimmt der Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen (Polyphenolen)
nur geringfügig ab, während bei der Herstellung von schwarzem Tee die Polyphenole zum größten Teil oxidiert werden und weiter
polymerisieren. Seine anregende und entwässernde Wirkung verdankt der grüne
Tee dem Coffein. Eine Tasse grüner oder schwarzer
Tee (150 ml) enthält, je nach Sorte und Zubereitung, ca. 20-50 mg Coffein, etwa halb soviel wie eine Tasse Kaffee.
Möglicherweise ergibt sich hieraus eine schlüssige
Erklärung für die Schutzwirkung des Tees vor Arteriosklerose und anderen
Zivilisationskrankheiten. Grüner Tee ist reich an Polyphenolen,
insbesondere an Catechinen. Die antibakteriell
wirkenden Polyphenole bieten möglicherweise auch
einen gewissen Schutz vor Karies. Als besonders starker Radikalfänger gilt
das Epigallocatechin.
Zusammenfassend ist festzustellen, daß sowohl grüner als auch schwarzer Tee
Schutzwirkungen haben. Da jedoch im grünen Tee das Epigallocatechin
in fast 5 mal höherer Dosis vorliegt als im schwarzen Tee, kommt
möglicherweise dem grünen Tee eine größere gesundheitsfördernde Wirkung
zu."

Chinesischer
Flussschiffer trinkt grünen Tee
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