Vitamin
C - wieviel sollte man nehmen? |
Fünf Mahlzeiten mit Salat, Obst und Gemüse à
200 g werden heute propagiert, um eine ausreichende Zufuhr mit
allen essentiellen Stoffen sicherzustellen. Diese Empfehlung können
allenfalls Vegetarier einhalten, weil für Menschen, die auch
Fleisch, Fisch oder Getreide in nennenswerten Mengen essen, dies
schon zu einem Mengenproblem führen würden. Tatsächlich
zeigte die amerikanische Ernährungsstudie aus den neunziger
Jahren, das 25% der Frauen und sogar 33% der Männer in den
USA nicht mal zwei gemüse- oder obsthaltige Mahlzeiten zu
sich nehmen. Die durchschnittliche Vitamin C-Aufnahme bei Frauen
daher bei 73 mg/Tag und bei Männern (wegen der größeren
Portionen) bei 84 mg liegt. Es ist daher nicht verwunderlich,
dass deshalb 40 – 50% der Amerikaner Vitamin C in Form von
Tabletten oder Kapseln nehmen.
In den meisten Ländern werden von den Gesundheitsbehörden
30 bis 100 mg Vitamin C als optimale tägliche Zufuhrmenge
angesehen. Dieser Wert stimmt sehr gut mit dem überein, was
auch tatsächlich von der Bevölkerung konsumiert wird.
Damit sind die Gesundheitspolitiker aus dem Schneider: Sie müssen
der eigenen Bevölkerung nicht bescheinigen, ungesund zu leben
und als Politiker versagt zu haben.
Je nach Auswahl und Zubereitungsart enthalten die fünf propagierten
Mahlzeiten auf pflanzlicher Basis 210 bis 280 mg Vitamin C. Auch
dies spricht dafür, dass die üblichen, sehr zurückhaltenden
Empfehlungen einiger Wissenschaftler oder wissenschaftlicher Organisationen
als unzureichend gelten müssen.
Vitamin
C wird von allen Pflanzen, aber auch von fast allen Tieren synthetisiert.
Schon dies zeigt, das es sich im Laufe der Evolution kaum ein
Lebewesen leisten konnte, die Eigenproduktion aufzugeben und sich
ausschließlich von einer Zufuhr über die Nahrung abhängig
zu machen. Dem Mensch fehlt allerdings das Enzym, um Vitamin C
selbst herstellen zu können. Die meisten Tierarten, die dazu
in der Lage sind, produzieren so viel Vitamin C, wie beim Mensch
einer Aufnahme von ungefähr 200 bis 600 mg pro Tag entspricht.
Man schließt daraus, dass die Einnahme von einigen 100 mg
Vitamin C auch für den Menschen die optimale Dosis ist, zumindest
scheint diese Menge völlig unbedenklich zu sein.
Apfelsinen
und ein frisch gepresster Saft daraus sind der Inbegriff für
viel Vitamin C
Vitamin C hat keinerlei toxischen Effekt. Als einzige Nebenwirkung
wurde ein weicher Stuhlgang, eventuell auch Durchfall beobachtet,
allerdings nur, wenn täglich gleich mehrere Gramm Vitamin
C zugeführt wurden. Da Vitamin C ein wasserlösliches
Vitamin ist, kann es nicht besonders gut gespeichert werden, wie
die fettlöslichen Vitamine. Eine möglichst tägliche
Zufuhr ist daher wünschenswert. Überschüssiges
Vitamin C wird ausgeschieden. Bereits dieser Mechanismus verhindert,
dass Vitamin C akkumulieren kann. 200 mg Vitamin C am Tag werden
optimal resorbiert, nämlich zu 100%, 500 mg nur noch zu 73%
und 1250 mg zu 49%. Die biologische Verfügbarkeit von Vitamin
C nimmt also mit steigender Tagesdosis ab. Erst ab Mengen von
mehr als 200 mg leistet der Körper sich den Luxus, auf einen
Teil des Vitamins aus dem Nahrungsangebot zu verzichten.
Viele Faktoren sprechen dafür dass einige 100 mg Vitamin
C täglich für den Menschen die optimale Zufuhrmenge
darstellen. Nur wenige Menschen schaffen es, dies ausschließlich
mit einer gemüse- und obstbetonten Kost zu erreichen. Wer
sich nicht sicher ist oder nur durchschnittlich viel Vitamin C
zunimmt, sollte auf jeden Fall ca. 100 mg täglich ergänzend
zuführen. Am besten zusammen mit anderen antioxidativen Nährstoffen,
die unsere Zellen schützen.
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