Yucca - eine alte Nutzpflanze
der Indianer
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Die
Yucca wächst in den unwirtlichen Gebieten im Südwesten der Vereinigten
Staaten. Die Pflanze ist dort extremen Temperaturunterschiede
zwischen Tag und Nacht, extremer Hitze und hoher Trockenheit ausgesetzt.
Nur durch ihren Gehalt an vielen wertvollen Stoffen ist die Pflanze
zum Überleben fähig.
Es
gibt ca. 40 verschiedene Yucca-Arten. Sie gehören zu den Palmlilien-Gewächsen,
die schon seit mehreren tausend Jahren den indianischen Ureinwohnern
als wichtige Nutzpflanze dienen. Alle Pflanzenteile können gegessen
werden. Blüten, Blätter, Stamm und Wurzeln. Roh oder gekocht,
als Tee aufgebrüht und getrunken ist die Yucca vielseitig nutzbar.
Auf langen Wanderungen durch die Wüste ist die Yucca-Wurzel gleichzeitig
eine hochkonzentrierte Nahrungsquelle und Feuchtigkeitsspender.
Neben Chlorophyll, Mineralstoffen, Spurenelementen, Enzymen und
Vitaminen sind es vor allem die Saponine, die die Pflanze
so interessant machen. Das Wort Saponine ist vom lateinischen
"Sapo" = Seife abgeleitet. In der Tat wirken Saponine
wie biologische Seifen, in dem sie andere, meist unerwünschte
Stoffe herauslösen und entfernen können. Saponine sind wichtige
Bestandteile unserer Nahrungsmittel. Sie zählen zu den
sekundären Pflanzenstoffen. Als Zusätze dürfen sie auch
in der Lebensmitteltechnologie eingesetzt werden. Unsere heimischen
Pflanzen enthalten ziemlich wenig Saponine. Noch am saponin-reichsten
sind Hülsenfrüchte (Bohnen, Erbsen) und Getreide (Hafer, Gerste),
aber auch Spargel und Knoblauch.
Messungen
an Yucca-Pflanzen in der Mohave-Wüste, USA
Umschläge
aus zermahlenen Yucca-Blättern und Wurzeln werden bei den Indianern
der Wüstenregionen traditionell zu Heilzwecken eingesetzt. Entzündungen,
Rheuma, Hautausschläge und Altersleiden bekämpfen die Indianer
damit.
Es
ist daher nicht verwunderlich, dass sich gerade Wissenschaftler
des "National Arthritis Medical Center" und des "Desert
Hot Springs Medical Clinic" aus den amerikanischen Wüstengebieten
der Erforschung dieser Pflanze widmeten. Tausende von Rheumapatienten
konnten mit Yucca erfolgreich behandelt werden. Es kam nicht zu
unerwünschten Nebenwirkungen, wie man sie von Arzneimitteln häufig
kennt. Sehr deutlich zeigte sich eine Senkung des Cholesterinspiegels
und des Blutdrucks, sowie eine bessere Beweglichkeit der Gelenke.
Selbst Fieber und diffuse Schwellungen gingen zurück. Jeder Rheumatiker
weiß, wie ein Wetterumschwung in die Glieder fahren kann. Die
Indianer hatten durch das Kauen der Wurzeln ein probates Mittel,
um dem ständigen Wechsel zwischen heiß und kalt am Tage und in
der Nacht paroli bieten zu können. Durch die Entgiftungswirkung
der Saponine werden zahlreiche Organe entlastet, Giftstoffe wie
Ammoniak gebunden und ausgeschwemmt. Der regelmäßige Verzehr der
Yucca-Wurzel
sorgt für eine gesunde Reinigung und Entgiftung des gesamten Körpers
und seiner Gewebe.
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