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warum ist ein Überschuß an freien Radikalen gefährlich?

Die Entstehung der freien Radikale ist die Kehrseite des aeroben (sauerstoffabhängigen Stoffwechsels) unserer Zellen. Durch die Verbrennung von Kohlenhydraten unter Anwesenheit von Sauerstoff ist der Körper zwar zu viel höheren Leistungen befähigt als allein durch einen anaeroben Stoffwechsel (ohne Sauerstoff), andrerseits entstehen aber sozusagen als Abfallprodukte freie Radikale. Der Sauerstoff führt also nebenbei zu Oxidationen und Reaktionsprodukten, die für die Zelle eigentlich unerwünscht sind. man schätzt, dass etwa 10 % des aufgenommenen Sauerstoffs an der Erzeugung von freien Radikalen beteiligt ist.
Mit Hilfe von Antioxidantien versucht sich der Körper zu wehren. Antioxidantien sind die Schutztruppen der Zellen, die eine nicht gewünschte oxidative Veränderung wichtiger Zellbestandteile verhindern. Antioxidantien schützen somit Proteine, Nukleinsäuren, Fettsäuren und andere Verbindungen.

Freie Radikale greifen alles an, was Ihnen in den Weg kommt. Problematisch wird es, wenn sie lebensnotwendige, kompliziert gebaute Moleküle und Strukturen der Zelle zerstören, die nicht schnell genug wieder repariert werden können. In der Regel besitzt jede einzelne Zelle ein ausgeklügeltes Abfangsystem für freie Radikale, so dass sich die Schäden in Grenzen halten. Erst wenn in der Zelle ein Überschuss an freien Radikalen besteht und die zerstörerische Kraft nicht mehr kompensiert werden kann, weil die Reparatur-Mechanismen der Zelle überlastet sind, häufen sich Schäden in den Zellen an. Die Folge kann ein Funktionsausfall, die genetische Veränderung oder unkontrolliertes Wachstum, der Beginn eines Tumors sein.

Der Überschuss an freien Radikalen kann mehrere Ursachen haben:

  • hohe Zufuhr von freien Radikalen durch äußere Faktoren

Äußere Faktoren, die zusätzlich im Stoffwechsel freie Radikale entstehen lassen, können sein: Umweltgifte, Luftverschmutzung (Stickoxide, Ozon, Smog), Schwermetall-Belastungen (Cadmium, Amalgam, Blei, Quecksilber), Pestizide, chronische Arzneimittel-Einnahmen, UV-Strahlungen (Piloten, Sonnenbank), sonstige Strahlungsquellen (Radioaktivität, Röntgen), Zigarettenrauch, Autoabgase, etc.

  • hohe eigene Produktion von freien Radikalen

wer viel unter Stress leidet (Leistungsdruck, Mobbing am Arbeitsplatz) hat einen veränderten Stoffwechsel, es werden vermehrt freie Radikale gebildet, gleichzeitig werden mehr Vitamine verbraucht, so dass das Gleichgewicht in Richtung höhere Belastung verschoben ist.  Das gleiche passiert bei bestimmten Krankheiten (Entzündungen, Infektionen). Man spricht auch von einem höheren oxidativen Stress des Körpers. Aber auch eine bis zur Erschöpfung gehende körperliche oder geistige Verausgabung zeigt die gleichen Symptome.

  • unzureichend arbeitende enzymatische Systeme zum Abfangen freier Radikale

das enzymatische Schutzsystem bedient sich verschiedener Enzyme: Superoxid-Dismutase, Katalase, Glutathion-Peroxidase. Diese Enzyme brauchen Spurenelemente (Kupfer, Mangan, u.a.) als Co-Faktoren. Ein Mangel an Spurenelemente kann daher die Schutz-Wirkung der Enzyme beeinträchtigen.

  • unzureichende Zufuhr von antioxidativen Nährstoffen

hier sind vor allem die Vitamine C, E, ß-Carotin, Lycopin, Melatonin und einige sekundäre Pflanzenstoffe gemeint.

Von bestimmten Bevölkerungsgruppen ist daher bekannt, dass sie einen höheren Bedarf an Antioxidantien haben, um sich wirkungsvoll zu schützen. Dies sind: Raucher, Viel-Flieger, stressgeplagte Menschen, chronisch Kranke, Hochleistungssportler, Sonnenanbeter und weitere.

Die ausreichende Versorgung mit antioxidativen Nährstoffen hat Wissenschaftler dazu veranlasst einen Aufruf zu formulieren, in dem auf eine nicht ausreichende Aufklärung über die heutigen Zusammenhänge zwischen Krankheiten und unserer Ernährung hingewiesen wird (Deklaration von Saas Fee). Man stellt am besten durch eine Kost mit viel Obst und Gemüse oder durch Nahrungsergänzungsmittel sicher, das man alle erforderlichen Vitalstoffe zur Aktivierung der enzymatischen und nicht-enzymatischen Schutzsysteme erhält: Multivitamin- und Mineralstoff-Tabletten.