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Bei
der Ernährung muss vor allem auch auf eine optimale Versorgung
mit Vitaminen und
Spurenelementen geachtet werden. Ein Mangel an diesen
Vitalstoffen begünstigt das Entstehen von Krebs und beeinträchtigt
die Genesung. Vor allem drei Vitamine spielen im Krebsgeschehen
eine wichtige Rolle. Das sind Vitamin A und seine Vorstufe,
das ß-Karotin, sowie die Vitamine C und E. Vitamin A schützt
vor allem die Epithelzellen vor Entartungen, also die Zellen
der Haut und aller inneren Schleimhäute. Rund 80 % aller
Krebserkrankungen haben hier ihren Ursprung. Fast alle Tumore
mit Organbefall gehören dazu. Die Vitamine C und E sowie
die Karotine helfen den Abwehrzellen besser zu arbeiten,
vor allem aber sind sie als "Radikalfänger" unentbehrlich.
Durch unsere moderne Lebensweise entstehen im Körper so
genannte freie Radikale, winzige, sehr aggressive Molekülverbindungen.
Sie schädigen die Zellwände und dringen bis in den Zellkern
vor, wo sie das Erbgut – die Gene – so verändern können,
dass Krebszellen entstehen können.
Freie
Radikale werden durch Schadstoffe, Ernährungsfehler,
Genussmittel, Zigarettenrauch, erhöhten Alkoholkonsum, Umweltgifte,
Stress und viele andere Faktoren erzeugt. Insbesondere entstehen
sie auch bei der Strahlen- und Chemotherapie und verursachen
hier oft die schlimmen Nebenwirkungen.
Um
dem Körper genügend Radikalfänger zuzuführen, reicht
auch die Vollwertkost nicht immer aus. Dann sollten
diese Vitamine zusätzlich eingenommen werden. Da die Schutzvitamine
am wirksamsten sind, wenn sie zusammen mit den natürlichen
Begleitstoffen aus der Nahrung aufgenommen werden, sollte
versucht werden, den Bedarf mit der Ernährung zu decken
und nur bei besonderen Belastungen auf zusätzliche Präparate
zurückzugreifen.
Der
Bedarf an Mineralstoffen lässt sich im Allgemeinen durch
eine vollwertige und abwechslungsreiche Ernährung decken.
Eine zusätzliche Gabe kann nötig sein, wenn Verdauungs-
oder Stoffwechselstörungen bestehen oder wenn pflanzlichen
Nahrungsmittel schlecht vertragen werden. Dann sollte ein
Präparat eingenommen werden, das diese Stoffe in einem biologischen
Verhältnis zueinander enthält und in Mengen, wie sie der
Körper braucht.
Bei
den Spurenelementen wird der Einfluss von Selen, Zink, Kupfer
und Eisen auf das Krebsgeschehen diskutiert. Mit Ausnahme
von Selen können noch keine Empfehlungen für ein zusätzliche
Einnahme gegeben werden – es sei denn, der Arzt stellt einen
Mangel fest.
Nicht
nur die genannten Vitamine und Spurenelemente schützen vor
Krebs und hemmen seine Ausbreitung. In vielen Pflanzen sind
auch noch wirksamerer Schutz-
und Hemmstoffe enthalten. Sie machen Schadstoffe
unschädlich, helfen dem Stoffwechsel bei der Entgiftung,
unterstützen die Reparatur geschädigter Zellen, blockieren
die Ansiedlung abgetrennter Krebszellen und aktivieren die
Abwehrzellen. Das ist ein Grund mehr, sich bevorzugt mit
pflanzlicher Kost zu ernähren. Ein hoher Anteil an Tumor
hemmenden Bestandteilen ist v. a. in folgenden Pflanzen
nachgewiesen: Knoblauch, Brokkoli, Grünkohl, Tomaten, Sojabohnen,
Möhren sowie in den verschiedenen Getreidesorten. Zur Regulierung
des Stoffwechsels und zur Entgiftung gibt es noch weitere
Möglichkeiten. Eine davon ist die sogenannte Darmsanierung
oder mikrobiologische Therapie. Langjährige Zivilisationskost,
vor allem aber Zytostatika oder Antibiotika, können die
Darmflora schädlich beeinflussen. Die Funktion unseres Immunsystems
hängt jedoch stark von einer gesunden Darmflora ab. Sie
kann durch Zuführung nützlicher Darmkeime wieder regeneriert
werden. Selbst können Sie durch pflanzliche Kost mit viel
Ballaststoffen sowie mit milchsauren Lebensmitteln, wie
Joghurt, Sauermilch, Kefir, Sauerkraut oder fermentiertem
Getreide (z.B. Brottrunk), für eine gesunde Darmflora sorgen.
Zur
Unterstützung Ihrer Darmflora
sollten Sie regelmäßig Lebensmittel mit rechtsdrehender
Milchsäure, wie z.B. Brottrunk, Fermentgetreide,
Rote-Beete-Most, Joghurt
und andere Sauermilchprodukte zu sich nehmen. Nach Rücksprache
mit dem Arzt können auch in der Apotheke oder im Reformhaus
erhältliche Präparate mit Bifidus – und Acidophilus-Bakterien
eingenommen werden, die Ihre Darmflora günstig beeinflussen.
Um
die abwehrstärkende Wirkung dieser o.g. Mittel zu erhöhen,
werden häufig unterstützende Behandlungen mit Enzymen oder
Sauerstoff vorgenommen. Krebszellen tarnen sich oft mit
einer Eiweißhülle. Die Abwehrzellen erkennen die kranke
Zelle daher nicht. Eiweißspaltende
(proteolytische) Enzyme können diesen Tarnmantel
auflösen. Sie erschweren es auch abgetrennten Krebszellen,
sich woanders im Körper einzunisten. Ferner wirken sie entzündungshemmend. |