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Die menschliche Darmflora

Auch in den kommenden Monaten brauchen Sie Ihre Gesundheit

1. Warum eine intakte Darmflora so wichtig ist

Die größte Kontaktfläche des Menschen mit der Umwelt ist der Gastrointestinal-Trakt. Er ist natürlicher Weise vielfältig mit Mikroorganismen besiedelt. In den einzelnen Abschnitten des Verdauungstraktes gibt es unterschiedliche Typen von Keimen. Ihre Zahl nimmt vom Magen zum Dickdarm hin stark zu. Die Hauptaufgabe der physiologischen Darmflora ist neben dem Aufschluss von Nahrungs- bzw. Verdauungsbestandteilen und der Produktion von Vitaminen (Biotin und Pantothensäure) die Unterstützung und Stimulierung des Abwehrsystems des Darms. Gleichzeitig verhindert sie die Ansiedlung pathogener Erreger.

Für die unterschiedliche Besiedlung mit über 400 Keimarten im gesamten Gastrointestinal-Trakt sind verschiedene Milieufaktoren verantwortlich: Die Nahrungszusammensetzung in einem bestimmten Areal des Magen-Darm-Trakts, der ph-Wert, mechanische Faktoren und vor allem Konkurrenzmechanismen zwischen den einzelnen Arten.

Diese Konkurrenzmechanismen führen normalerweise zu einem gesunden Gleichgewicht. Dieser "Normalzustand" wird als Eubiose, der von der Norm abweichenden Zustand als Dysbiose bezeichnet. Die Ursachen für eine Dysbiose können sein

o    fehlerhafte Lebensweise

o    Fehlernährung

o    Umweltbelastungen durch Gifte

o    einseitige Diäten

o    Stress

o    ungewohnte Kost auf Reisen

o    Arzneimittel-Anwendungen

o    bakterielle bzw. virale Infektionen.

Häufig auftretende Symptome sind Diarrhoe, Meteorismus, Verstopfung, ein schlechtes Allgemeinbefinden, Vitaminmangel, schlechter Hautzustand.

2. Milchsäurebakterien sind die wichtigsten Keime der gesunden Darmflora

Die natürlichste Form der Wiederherstellung der Darmflora ist die Neubesiedelung der betroffenen Abschnitte mit den entsprechenden physiologisch gewünschten Keimen. Dabei ist die Gruppe der Milchsäurebakterien die wichtigste Klasse der natürlichen Darmbewohner. Zu den Milchsäurebakterien zählen teilweise sehr unterschiedliche Arten von Mikroorganismen wie Lactobacillus Acidophilus, Streptococcus, Propionibacterium, Leuconostoc, Bifidus-Bacterium (Bifidus) und Pediococcus. Allen gemeinsam ist die Produktion von Milchsäure durch Vergärung von Kohlenhydraten.

Milchsäurebakterien wachsen auf einer Vielzahl von Substraten. Einige spezifische Stämme werden in der Lebensmitteltechnologie zur Herstellung von Milchprodukten wie Joghurt, Kefir oder Käse verwendet. Bereits Ende des letzten Jahrhunderts wurde die gesundheitsfördernde Wirkung des Verzehrs fermentierter Produkte, in erster Linie Milchprodukte erkannt. Inzwischen herrscht Einmütigkeit darüber, dass die gesundheitsfördernden Eigenschaften von milchsauer-vergorenen Produkten vielfältig und auf verschiedene biochemische, physiologische und antimikrobielle Wirkungen zurückzuführen sind. 

Im menschlichen Darm wachsen die Bakterien der natürlichen Darmflora besonders vorteilhaft, wenn man sich häufig mit Milchprodukten ernährt. Dies können Kuhmilch, Buttermilch, Dickmilch, Joghurt, Quark, Kefir, Molke, etc. sein. Besonders vorteilhaft für die menschliche Ernährung ist Stutenmilch, da sie fettarm und sehr nährstoffreich ist. Sie liefert daher optimale Bedingungen für die natürliche Keimbesiedelung des Darms bei gleichzeitig reduzierter Kalorienzufuhr.

3.
Was können wir vom Joghurt lernen?

In erster Linie sind es zwei wärmeliebende Milchsäurebakterien, die Milch bei Temperaturen von 35 bis 45 °C zu Joghurt säuern: der kugelförmige Streptococcus thermophilus und der stäbchenförmige Lactobacillus delbrückii subsp. Bulgaricus.

Verbraucher bevorzugen heute aber eher den mildsauren Joghurt. Man fand heraus, dass der ungeliebte kräftig säuernde Lactobacillus delbrückii bei der technologischen Joghurtherstellung durch ein anderes, weniger stark säuerndes Milchsäurebacterium, den Lactobacillus acidophilus, ersetzt werden kann. Da der Lactobacillus acidophilus auch ein natürlicher Bewohner des menschlichen Darms ist, gelten Produkte mit diesem Keim als besonders verträglich.

Durch mehrere Studien ist inzwischen zweifelsfrei nachgewiesen, dass Joghurtbakterien antibiotisch und auch krebshemmend wirkende Stoffe produzieren. Nicht eindeutig nachgewiesen ist jedoch, ob diese Stoffe in den geringen Konzentrationen im menschlichen Körper wirksam werden. Insbesondere L. acidophilus kann sich zwar im menschlichen Darm ansiedeln und dort verdauungsstörende Mikroorganismen unterdrücken. Ganz eindeutig ist diese Wirkung aber nicht, da L. acidophilus nur in einem kleinen Areal des Darmabschnitts siedelt. Man ist deshalb in neuerer Zeit dazu übergegangen, weitere erwünschte Darmbakterien des Menschen für die Joghurtproduktion zu verwenden. Es handelt sich dabei z. B. um Bifidusbakterien. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Betroffener mit solch einem Joghurt seine Darmflora verbessern kann, ist wesentlich größer. 

Leider werden häufig Bakterienkulturen im Joghurt zur Haltbarmachung oder zur Unterbindung der Nachsäuerung durch Hitzebehandlung abgetötet. Joghurts im Lebensmittelhandel können deshalb wie Joghurtpulver zwar ein günstiges Milieu für noch in der Mikroflora des Darms vorhandene Bakterienkulturen schaffen, aber sie reichern in der Regel den Darm nicht mit neuen vitalen Kulturen an. Voraussetzung wäre nämlich: Es sind wirklich ausreichend lebende und vermehrungsfähige Bifidusbakterien im Joghurt vorhanden. Joghurts dürfen laut dem Codex Alimentarius zwar nur dann als solche bezeichnet werden, wenn sie lebende Milchbakterien enthalten. Allerdings ist der Prozentsatz nicht festgesetzt worden. Um wirklich eine massive Zufuhr zu erreichen, bedarf es der Zufuhr einer hohen Anzahl lebensfähiger Keime von außen. Dies kann nur durch entsprechende Acidophilus-Tabletten erreicht werden. 

4. Woraus bestehen Acidophilus-Tabletten?


Acidophilus-Tabletten sind ein Nahrungsergänzungsmittel mit drei verschiedenen natürlichen Lactobakterien: L. acidophilus, L. casei und L. bifidus. Jede Tablette enthält mindestens 1 x 108 lebensfähige der Spezies acidophilus bzw. casei und mindestens 1 x 109 lebensfähige Keime der Gattung bifidus. Die Tabletten enthalten außerdem Joghurtpulver mit rechtsdrehender Milchsäure, d.h. die für den Menschen leichter verdauliche Form der Milchsäure, die überwiegend als Stoffwechselprodukt der Spezies Streptococcus thermophilus anfällt. Durch das Joghurtpulver, in das die lebensfähigen Keime eingebettet sind, wird sichergestellt, dass die zugeführten Lactobakterien ein sehr vorteilhaftes Wachstumsmilieu vorfinden und es zu einer schnellen Besiedlung der entsprechenden Darmabschnitte kommt. Die Acidophilus-Tabletten enthalten außerdem die Vitamine: Vitamin B1, Vitamin B2, Vitamin B6, Vitamin B12, Folsäure, Vitamin C, Vitamin E, Biotin sowie Magnesiumcarbonat und Inulin, ein Ballaststoff aus der Chikoreé.

5. Die Vorteile der rechtsdrehenden Milchsäure (L(+)-Milchsäure) nutzen

Milchsäure besitzt ein sogenanntes asymmetrisches Kohlenstoffatom; d.h., an diesem Kohlenstoffatom sind vier verschiedene Radikale gebunden. Hieraus resultiert, dass es zwei sehr ähnliche Moleküle gibt, nämlich die L(+)-Milchsäure und die D(-)-Milchsäure. Ähnliche wie die menschliche Hand sind beide Moleküle spiegelsymmetrisch. Über einander gelegt können sie aber nicht zur Deckung gebracht werden. Dadurch ergeben sich kleine physikalische und biologische Unterschiede zwischen der L(+)-Milchsäure und die D(-)-Milchsäure. Erstere dreht polarisiertes Licht nach rechts, letztere nach links. Daher der unterschiedliche Name.

Während die L(+)-Milchsäure ein normaler Bestandteil im menschlichen Körper ist und z.B. beim Zuckerabbau im Muskel gebildet wird, entsteht D(-)-Milchsäure nur durch den Stoffwechsel von Mikroorganismen. Man hat herausgefunden, dass der menschliche Organismus diese für ihn artfremde Milchsäure schlechter verwerten kann als L(+)-Milchsäure und dass ein Zuviel durch Anreicherung im Körper eventuell Störungen auslösen könnte. So hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlen, dass möglichst nicht mehr als 100 mg D(-)-Milchsäure pro kg Körpergewicht und Tag aufgenommen werden sollten. Da Milchsäure einen positiven Beitrag zur Wiederherstellung einer gesunden Darmflora leistet und deshalb unentbehrlich für die schnelle Darmbesiedelung ist, sollte sie ausschließlich vom Typ der besser verwertbaren rechtsdrehenden Milchsäure sein.

6. Wie wirken Acidophilus- und Bifidus-Kulturen, die von außen zugeführt werden?

Lebenden Lactobazillen benötigen einen möglichst sauren Darminhalt um sich ansiedeln und optimal vermehren zu können. Durch Milchsäure und Joghurt wird das Anwachsen der zugeführten Lactobakterien verbessert, da Stoffe ein für Milchsäurebakterien äußerst günstiges Milieu schaffen. Durch die Auswahl verschiedener Spezies von Lactobakterien können gleichzeitig unterschiedliche Bereiche des Darmkanals neu besiedelt werden. Man sollte deshalb am besten eine Kombination unterschiedlicher Keime als Tabletten zuführen.

Zu den nützlichen Bakterien gehören zweifellos die Arten Lactobacillus acidophilus und Lactobacillus oder Lactobacterium bifidum, die der mit Muttermilch gestillte Säugling praktisch ausschließlich in seinem Darmtrakt hat. Diese Lactobacillen säuern den Darm des Neugeborenen an und schützen ihn durch spezielle Mechanismen vor Infektionen. Es ist daher nicht verwunderlich, dass der mit Muttermilch gestillte Säugling eine sprichwörtlich gute Abwehrkraft gegen alle bakterielle und virale ansteckende Krankheiten besitzt.

Dass die Zufuhr wirklich lebender Bakterien besonders wichtig ist, wurde bereits erwähnt. Nur lebende Keime können die ungewünschte Besiedelung zurückdrängen. Eine gute Kombination aus verschiedenen Keimen, die unterschiedliche Bereiche des Darmtrakts gleichzeitig besiedeln, finden Sie in unseren Acidophilus-Tabletten. Außerdem werden ausreichende Mengen zugeführt, damit die erforderlichen Keime, auch die Säurebarriere des Magens unbeschadet überwinden.

das Buch zum Thema: Gerhard Leibold   -   Gesunde Darmflora