was sind Enzyme und
Coenzyme?
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Enzyme
zählen zu den Proteinen oder Eiweißen. Sie bestehen deshalb auch
wie alle Proteine aus unterschiedlichen Aminosäuren, die zu langen
Ketten verzweigt sind. Die meisten Proteine sind sogenannte Struktur-Proteine,
d.h. sie sind am Aufbau größerer Zellstrukturen beteiligt, z.
B. an Zellorganellen, bestimmte Fasern oder Muskeln. Beispiele
für Struktur-Protein sind das Keratin,
das für die Festigkeit unserer Haare und Nägel verantwortlich
ist, und das Casein,
das mit Calcium gebundenen der Milch seine Konsistenz verleiht.
Anders als diese Struktur-Proteine sind die meisten Proteine der
Zellen aber Enzyme, sogenannte Funktions-Proteine, d.h. sie haben
spezielle Funktionen oder Aufgaben im Stoffwechsel zu übernehmen.
Sie sind sozusagen die Werkzeuge der Zellen. Mit Hilfe von Enzymen
sind Zellen erst in der Lage bestimmte Arbeiten auszuführen, z.
B. bestimmte Syntheseleistungen zu erbringen, Energie für die
Zellarbeit bereitzustellen, Zellvorgänge zu steuern oder Zellen
vor den Angriff
freier Radikale zu schützen. Enzyme können z. B. andere
Eiweiße spalten, man bezeichnet sie dann als Proteasen
oder sie können als Transferasen die Aufnahme von Stoffen aus
dem Darm steuern.
Enzyme
sind ausgesprochene Spezialisten. Jedes Enzym hat nur eine einzige
Aufgabe. Diese wird dafür aber mit hoher Zuverlässigkeit und unvorstellbarer
Geschwindigkeit erledigt. Enzyme werden daher auch als Bio-Katalysatoren
bezeichnet, weil sie bestimmte Reaktionsschritte in den Zellen
um ein Vielfaches beschleunigen.
Damit
die Arbeit optimal läuft, brauchen Enzyme zum Funktionieren häufig
weitere Helfer. Diese Helfer werden deshalb folgerichtig auch
Coenzyme genannt. Aber auch Vitamine,
Mineralstoffe oder
Spurenelemente können Aufgaben als Helfer übernehmen.
Der bekannteste Helfer dürfte der Mineralstoff Eisen sein. Das
Eisenmolekül ermöglicht es dem Enzym Hämoglobin erst Sauerstoff
zu binden und von der Lungen in die Zellen zu transportieren.
Andere wichtige Helfer der Enzyme sind z. B. das
Coenzym 1 (auch NAD/NADH genannt) oder die Spurenelemente
Zink und Selen.
Enzyme
werden vom gesunden Körper in der Regel selbst ausreichend hergestellt.
Der Mangel an einem einzigen Enzym kann aber auch schwerwiegende
Defekte auslösen. Dies wissen Diabetiker zu schätzen, deren Insulin-Produktion
gestört ist, oder Menschen, die mit Milchzucker-Unverträglichkeit
(Laktose-Intoleranz) zu kämpfen haben. Auch Menschen, die zu Hautproblemen
neigen, weil eine bestimmte Fettsäure
nicht verstoffwechselt werden kann, fehlt nur ein einziges Enzym.
Ersatzweise müssen dann die Enzyme oder andere essentielle Stoffe
von außen zugeführt werden.
Für eine normale Enzymleistung der Zellen sind zwei Grundvoraussetzungen
wichtig: alle Enzym müssen in ausreichender Konzentration vorliegen
und eine gute Versorgung mit den sogenannten Helfern muss sichergestellt
sein. Nur wenn beide Voraussetzungen erfüllt sind, können Zellen
richtig arbeiten. Sind nämlich alle Enzyme ausreichend vorhanden,
es fehlt aber nur ein einziges Coenzym, kann es trotzdem zu Funktionsstörungen
kommen. Deshalb hat die gute Versorgung mit Coenzymen,
Vitaminen und Spurenelementen
die gleiche Bedeutung, wie das Vorhandensein der Enzyme selbst.
Ideale
natürliche Quellen für Enzyme und alle wichtigen Coenzyme, Vitamine
und Mineralstoffe sind tropische Früchte, wie: Papayas,
Ananas,
Kiwi, Mango.
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