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Obst
und Gemüse schützen vor Krebs |
Falsche
Ernährung ist eine häufige
Krebsursache.
Eine Auswertung aller US-Krebsregister ergab, dass die wichtigste Einzelursache
für Krebs in der Zubereitung der Nahrung liegt. Auf Gepökeltes, Geräuchertes,
Gegrilltes und fettreiche Mahlzeiten entfallen demnach 35 Prozent der
Krebssterbefälle. An zweiter Stelle, mit 30 Prozent aller Krebsursachen,
rangiert das Rauchen. Der
World Cancer Research Fund (WCRF) hat 4500 Studien zum Thema Ernährung
und Krebs gesichtet, ausgewertet und in Empfehlungen umgesetzt. "Viel
Obst und Gemüse essen" steht dabei ganz oben. Magen-, Dickdarm-,
Lungen-, Brust- und Prostatakrebs tritt demnach deutlich seltener bei
Menschen auf, die regelmäßig ausreichend Obst und Gemüse essen.
Jeder vierte Mensch in den Industriestaaten
stirbt an Krebs - in Deutschland jährlich über 200.000. Nach Ansicht von
Experten könnte Krebs erheblich zurückgedrängt werden, würden sich die
Menschen nur gesünder verhalten. Im vergangenen Herbst wurde deshalb weltweit
die Bewegung "Fünf am Tag" gestartet. Ihre Botschaft: Der Verzehr
von fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag erhöht den Schutz vor Krebs-,
Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Sekundäre
Pflanzenstoffe schützen
Was genau in Obst und Gemüse einen schützenden Effekt ausübt, ist noch
nicht bis ins Letzte erforscht. Neben geringem Fett- und Kaloriengehalt
sowie Vitaminen und Mineralstoffen spielen vor allem die sekundären Pflanzenstoffe
eine tragende Rolle. Darunter sind Farbstoffe wie die Carotinoide aber
auch Substanzen, die Pflanzen vor Schädlingen schützen. Einige können
den Körper des Menschen ebenfalls positiv beeinflussen und so das Krankheitsrisiko
vermindern.
Lungenkrebs
ist weltweit häufigste Tumorerkankung
In Deutschland könnte es pro Jahr 110.000 Krebskranke weniger geben, wenn
alle Menschen die von Experten empfohlenen Ernährungsweisen berücksichtigen
würden, betont die Deutsche Krebsgesellschaft (Frankfurt/Main). Viel Obst
und Gemüse allein reichen aber nicht aus. Soll ein gesundheitserhaltender
Effekt erzielt werden, muss mehr hinzu kommen: in aller erster Linie Verzicht
aufs Rauchen, viel Bewegung und wenig Alkohol. Kein Zweifel besteht darin,
dass das Rauchen den ungenkrebs fördert. Lungenkrebs ist die Nummer eins
der Tumorerkrankungen weltweit. Bundesweit sterben pro Jahr schätzungsweise
110.000 bis 140.000 Menschen an tabakbedingten Erkrankungen.
Lebensmittelzusätze
gelten als harmlos
Nicht minder bedeutsam für das individuelle Krebsrisiko sind verschimmelte
Lebensmittel und starkes Übergewicht durch zu hohen Fett- und Salzkonsum.
Zudem spielen die Gene, der Stoffwechsel und zufällige Zellentartungen
eine Rolle. Konservierungsstoffe und Lebensmittelzusätze hingegen gelten
als unschädlich und sie leisten insgesamt einen positiven Beitrag für
die Ernährung. Ohne sie würde es viel mehr Vergiftungen geben.
Gesunder
Lebensstil kann Erkrankungsrisiko senken
Trotz aller Vorsicht und Voraussicht: Krebs wird nicht auszurotten sein.
Der Londoner Krebsforscher Mel Greaves betont in seinem Buch "Krebs
- der blinde Passagier der Evolution" (2002), die Bekämpfung von
Krebs sei so schwierig, weil die Krebsentstehung im wesentlichen den Mechanismen
der Zellteilung folgt. Und die findet täglich in unseren Körper milliardenfach
statt. Krebs entsteht dann, wenn die vielfältigen Kontroll- und Reparaturmechanismen
der Zelle und anschließend die Polizeiarbeit des Immunsystems versagen.
Mit obst- und gemüsereicher Ernährung und den übrigen Vorbeugemaßnahmen
lässt sich allenfalls die Wahrscheinlichkeit einer Zellentartung reduzieren,
aber niemals ganz ausschalten.
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Klaus Oberbeil, Chr.
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