atlantis  -  pharm 

Home Produkte Bücher Shop E-Mail Kontakt Service

 

Die in Europa erhältliche Kudzu-Stärke kommt aus China und ist häufig in asiatischen Lebensmittelgeschäften erhältlich

 
Stärkelieferant Kudzu

Viele stärkereiche Pflanzen sind regelrechte Weltwirtschaftspflanzen. Einige haben nur regionale Bedeutung, weil sie besondere klimatische Erfordernisse verlangen. Dazu zählt auch die Kudzu oder Kopou-Bohne. In Europa sind Kudzu-Bohnen so gut wie gar nicht im Handel.

Die Kudzu ist in Asien eine altbekannte Heil- und Nahrungspflanze. In Europa hat sie medizinisches Interesse dadurch erlangt, dass sie gewisse Wirkstoffe, sogenannte Isoflavonoide enthält, die den Appetit auf den Zigarettenkonsum zügeln sollen.

Einige Nahrungsergänzungsmittel, die die Wirkstoffe der Kudzu in konzentrierter Form enthalten, sind gezielt auf diese Anwendung ausgerichtet.

 

Kudzu-Stärke

Stärke als langkettiges Kohlenhydrat  ist der wichtigste Nahrungsstoff für Mensch und Tier. Als Sammler und Jäger hat der Früh-Mensch zunächst nur kohlenhydratreiche Pflanzen gesammelt, später hat er sie auch angebaut und sie wurden die wichtigsten Kulturpflanzen überhaupt. Die Wissenschaft ist heute  davon überzeugt, das der Ackerbau mit stärkeliefernden Pflanzen städtisches Leben erst möglich gemacht hat.

Die wichtigsten Stärkepflanzen sind (Stärkegehalt in %): Reis (70-80), Mais (65-75), Weizen (60-70), Roggen, Gerste, Hafer (50-60), Kartoffel (17-24), Batate, Maniok, Yams (15-21). Stärke ist der Grundpfeiler der menschlichen Ernährung und nach dem Wasser die häufigste Substanz (Makronährstoff) in unseren Lebensmitteln.

Zur Herstellung von Stärke sind nur Pflanzen befähigt. Durch die Photosynthese der chlorophyllenthaltenden Pflanzen entsteht in den Blättern Glukose ein Monosaccharid, der gleichzeitig Grundbaustein jedes größeren Kohlenhydrats ist. Die Pflanze speichert die von ihr erzeugten Glukose-Moleküle als zweier Einheiten (Di-Saccharid), z. B. als Rohrzucker in den Zuckerrüben oder im Zuckerrohr, oder als sehr langkettige Kohlenhydrate (Poly-Saccharide), eben die genannten Stärke-Partikel.

Kudzu-Stärke gehört zu den eher exotischen Lebensmitteln

Die Speicherorgane der Pflanzen für Kohlenhydrate sind Rüben, Knollen, Wurzeln, Samen, das Mark der Stützorgane und Früchte. Aus diesen Pflanzenteilen kann die Stärke durch verschiedene Verfahren gewonnen werden. Ist die Stärke von den Faserbestandteilen, der Cellulose, den Proteinen und anderen Begleitstoffen befreit, liegt sie als weißglänzendes bis gelbliches Pulver vor.

In der Lebensmittelindustrie dient Stärke zur Herstellung von Pudding-, Suppen- und Soßenpulvern sowie in vielfältiger Weise als Bindemittel. Auch Tabletten halten ihre Form häufig erst durch die Verwendung von Stärke als "Klebemittel". Entsprechend der Ausgangspflanze wird die Stärke als Kartoffelstärke, Maisstärke etc. bezeichnet.

Stärke - obwohl ein Kohlenhydrat - ist keineswegs ein Dickmacher. Denn zum Abbau der Stärke in die Glukoseeinheiten verbraucht der Körper viel Energie. Stärke steht (anders als Zucker) auch nicht im Verdacht Auslöser zahlreicher Zivilisationskrankheiten zu sein, denn Stärke war schon immer Bestandteil der menschlichen Ernährung. Zucker kannte man früher dagegen nur in Früchten und im Honig. Vor 200 Jahren betrug die tägliche Verzehrmenge deshalb noch maximal 8 g täglich. Heute ist dieser Wert auf 125 g pro Tag hochgeschnellt und bereitet deshalb vielen Ernährungswissenschaftlern Sorgen.