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Makro-Nährstoffe


Kohlenhydrate, Eiweiße (Proteine) und Fette sind die mengenmäßig bedeutendsten Nährstoffe und Energiequellen. Sie bestehen außerdem aus kleineren Untereinheiten und werden deshalb als Makronährstoffe bezeichnet. Bei ihrem Abbau liefern sie dem Organismus Verbrennungsenergie und Bausteine, die entweder zur weiteren Energiegewinnung noch weiter zerlegt werden können (katabolischer Stoffwechsel) oder zum Bau neuer Moleküle verwendet werden (anabolischer Stoffwechsel).

Den Energiegehalt eines Lebensmittels drückt man in Kilokalorie (kcal) oder Kilojoule (kJ) aus. Nicht immer entspricht dieser physikalische Wert aber der Ausbeute, die der Körper daraus ziehen kann. Der tatsächliche Energiegehalt wird deshalb als physiologischer Brennwert bezeichnet. Bei Kohlenhydraten und Eiweißen beträgt er 4,1 kcal/g oder 17 kJ/g, bei Fetten mehr als das Doppelte: 9,3 kcal/g oder 39 kJ/g.

woraus Lebensmittel bestehen

Vitamine

Mineralstoffe

Spurenelemente

sekundäre Pflanzenstoffe

Enzyme und Coenzyme

richtige Lebensmittel-Auswahl

Nährstoff-Gehalte in Früchten

Gemüse-Esser leben länger

Nahrungsergänzungsmittel

Kohlenhydrate
Kohlenhydrate sind vor allem in der pflanzlichen Kost, im Getreide, in Hülsenfrüchten und im Obst und Gemüse enthalten. Kohlenhydrate sind die Grundlage der körpereigenen Energiegewinnung. Alle Kohlenhydrate werden letztendlich mit Hilfe von Sauerstoff (aerober Stoffwechsel) oder ohne Sauerstoff (anaerober Stoffwechsel) zu Glukose-Einheiten abgebaut. Je nach dem aus wie vielen Glukose-Einheiten die Kohlenhydrate bestehen, unterscheidet man Mono-, Di-, Oligo- oder Polysaccharide. Einen Kohlenhydrat-Mangel gibt es praktisch nur beim Hungern oder Fasten, da Kohlenhydrate in fast allen Lebensmitteln vorkommen und der Körper sie zur Not aus Proteinen selbst herstellen kann. Körpereigene

Kohlenhydrat-Reserven werden als Glycogen abgespeichert. Die wichtigsten pflanzlichen Kohlenhydrat-Quellen sind die Stärken. Stärkehaltige Nahrungsmittel (Getreide, Kartoffeln, Mais, Wurzeln) bilden seit Jahrtausenden den Grundpfeiler der menschlichen Ernährung. Die Einfach- oder Zweifach-Zucker (Mono- oder Di-Saccharide) sind erst seit gut 200 Jahren Bestandteil unserer Ernährung und nicht unbedingt empfehlenswert, weil sie Ursache einiger Zivilisationskrankheiten sind. Leider haben sie auch die hochkettigen Kohlenhydrate als Dickmacher in Verruf gebracht.

Proteine (Eiweiße)
Die meisten Proteine (oder Eiweiße) sind sogenannte Struktur-Proteine, d. h. sie sind am Bau von Zellstrukturen beteiligt. Beispiele für Struktur-Protein sind das Keratin, das für die Festigkeit unserer Haare und Nägel verantwortlich ist, und das Casein, das mit Calcium gebundenen der Milch die Konsistenz verleiht. Nicht weniger nützlich sind die Enzyme, die ebenfalls zu den Proteinen zählen, aber nicht als Baustein Verwendung finden, sondern als Katalysatoren chemischer  Prozesse.

Alle Proteine sind aus Aminosäuren aufgebaute komplexe Moleküle. Insgesamt kennt man über 260 verschiedene Aminosäuren, davon sind allerdings nur gut 20 für den Menschen von Bedeutung. Die meisten Aminosen kann der menschliche Stoffwechsel selbst herstellen, sie also nicht essentiel und müssen nicht über die Nahrung aufgenommen werden. Neun Aminosäuren sind für den Menschen essentiell: Histidin, Isoleucin, Leucin, Lysin, Methionin (Cystein), Phenylalanin (Tyrosin), Threonin, Tryptophan und Valin. 

Proteine und ihre Bausteine werden vor allem von Kraftsportlern geschätzt. In der Regel reichen aber die mit der Nahrung aufgenommenen Proteine völlig aus, besonders wenn die Proteine aus tierischen Quellen zugeführt werden. Milch und Eier enthalten das qualitativ beste Protein, denn sie enthalten die 9 essentiellen Aminosäuren in dem für den Körper optimalen Verhältnis. Pflanzliche Quellen, auch Soja, sind für den Menschen nicht optimal. Gute Quellen sind auch: Fleisch und Meerestiere (Austern).

Fette (Öle)
Fette und Öle bestehen aus einem Glyzerinmolekül und drei daran hängende Fettsäuren. Die Fettsäuren sind die qualitätsbestimmenden Bestandteile der Öle und Fette. Die Fettsäure-Moleküle können nämlich unterschiedlich lang sein und teilweise Doppelbindungen enthalten. Je weniger Doppelbindungen eine Fettsäuren enthält, um so höher ist ihre Sättigung. Man unterschiedet gesättigte, einfach oder mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Ernährungsphysiologisch wünschenswert ist eine möglichst geringe Sättigung, also viele Doppelbindungen. Die ungesättigte Fette sind also viel gesünder, aber sie oxidieren leichter als die gesättigten Fettsäuren. Ungesättigte Fettsäuren sind außerdem leicht dem Angriff freier Radikale ausgesetzt. Vitamin E stabilisiert die Doppelbindungen in den Fettsäuren, deshalb werden sie in den Zellmembranen und auch in den Lebensmitteln den ungesättigten Fettsäuren beigegegeben. Einige ungesättigte Fettsäuren (z. B. Omega-3-Fettsäuren und Gamma-Linolensäure) sind essentiell und haben positive gesundheitliche Effekte.

Überschüssiges Fett wird als Speicher- und Reserve-Substanz unter der Haut eingelagert. Diese Fettpölsterchen sind für viele Menschen ein großes Problem. Ein hoher Fettkonsum erhöht zudem die Cholesterin- und Triglycerid-Werte des Bluts, was als Herzinfarkt-Risiko Nummer 1 gilt.