Mineralstoffe
und Spurenelemente liegen hauptsächlich als Salze in unserer Erde
vor. Über die Nahrungskette (Ackerbau, Fischfang, Schlachtvieh)
gelangen diese Salze der Erde letztendlich auch in unseren Körper.
Tatsächlich ist die Wohngegend häufig sehr entscheidend, ob man
von einem bestimmten Mineralstoff einen Mangel hat oder nicht.
Am geläufigsten dürfte das Beispiel des Jodmangels sein. Wer vom
Meer weit weg wohnt und daher selten Meerestiere verzehrt, hat
eher einen Jodmangel, denn Jod kommt praktisch nur im Meer in
nennenswerten Mengen vor. Wer auf vulkanreichen Böden wohnt, braucht
sich häufig keine Sorgen um seinen Selenhaushalt zu machen, weil
die Nahrungspflanzen der Umgebung genug Selen enthalten.
Insgesamt
gibt es ca. 20 Mineralstoffe und Spurenelemente. Sie sind anorganische
Stoffe, die in Form von Salzen in der Erde vorliegen. Ihre Erforschung
begann erst Mitte des letzten Jahrhunderts. Wir brauchen sie als
Baustoffe, z.B. für Knochen und Zähne (Calcium), zum Transport
des Sauerstoffs (Eisen), für die Funktion des Herzens und anderer
Muskeln (Magnesium), für die Nerven- und Gehirnfunktion (Calcium,
Magnesium, Natrium). Sie sorgen für die Funktion vieler
Enzyme (Magnesium, Selen, Kupfer, Zink, Chrom, Mangan
etc.) und Hormone (Jod). Ihr Gleichgewicht bestimmt den Säure-Basen-Haushalt
und den Flüssigkeits-Haushalt. |
Mineralstoffe
und Spurenelemente |
Unsere
Vorfahren konnten noch sicher sein, dass auf den Ackerböden auch
Nahrungspflanzen wuchsen, die mineralstoffreich waren. Heute müssen
wir mit Böden leben, die durch Jahrhunderte lange Landwirtschaft
ausgelaugt sind. Selenmangel herrschte z. B. in großen Bevölkerungsschichten
Bayerns nach dem 2. Weltkrieg, weil die Getreide kaum noch
Selen enthielten. Erst Importe selenreichen Weizens aus den USA
hat die Situation Anfang der 50er Jahre verbessert. Heute tun
saurer Regen, Schädlingsbekämpfung, unsachgemäße Düngung ein übriges.
Nicht umsonst mahnen wissenschaftliche Einrichtungen, dem zunehmenden
Mineralstoffmangel
in unserer Ernährung mehr Aufmerksamkeit zu schenken.
Mineralstoffe
und Spurenelemente greifen so vielfältig in die Lebensvorgänge
ein, dass ein Mangel ganz verschiedene Funktionsausfälle und Krankheiten
verursachen kann. Wer sich bezüglich der Ernährung unsicher ist,
kann nur durch ein Multivitamin- und Multimineralstoff-Präparat
eine Rundum-Versorgung gewährleisten.
Ob
ein Stoff Mineralstoff oder Spurenelement ist, hängt von der Menge
ab, die der Körper braucht. Mineralstoffe
heißen auch Mengenelemente, auch wenn dieser Ausdruck wenig gebräuchlich
ist. Mengenelemente nennt man so, weil sie in größeren Mengen
benötigt werden, also grammweise genommen werden müssen. Spurenelemente
hingegen werden in kleinen oder kleinsten Mengen benötigt.
Zu
den Mineralstoffen zählt
man: Calcium, Magnesium, Phosphate, Chlor, Kalium und Natrium.
Sie sind in pflanzlicher und in tierischer Nahrung enthalten.
Ein Mangel kann durch unzureichende Zufuhr mit der Nahrung, aber
auch durch Stoffwechselerkrankungen, welche die Verwertung der
Mineralstoffe stören, entstehen. Da die Massenelemente fast in
jeder Nahrung vorkommen und der Körper auch über große eigene
Reserven verfügt, sind Mangelerscheinung nur für Calcium, Magnesium
und Phosphate bekannt.
Zu
den Spurenelementen zählen
Eisen, Jod, Fluor, Kupfer, Zink, Kobalt, Chrom, Mangan, Selen,
Molybdän, Silizium und weitere. Sie werden ebenfalls mit der Nahrung
aufgenommen und sind für einen reibungslosen Stoffwechsel der
Körperzellen erforderlich. Spurenelemente sind ebenfalls in pflanzlichen
und tierischen Produkten enthalten.
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