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für wen sind Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll?

Der Gesetzgeber hat den Nahrungsergänzungsmitteln eine besondere Rolle für die gesundheitliche Versorgung der Bevölkerung zugewiesen: sie enthalten - anders als Arzneimittel - meistens Substanzen natürlichen Ursprungs und ihre Einnahme ist nahezu unbedenklich. Sie sollen breiten Bevölkerungskreisen helfen, die Ernährungssituation zu verbessern. Die Frage, ob man Nahrungsergänzungsmittel nehmen sollte oder nicht, ist trotzdem umstritten. Gegner von Vitamin- und Mineralstoffpräparaten empfehlen eine ausgewogene Ernährung, die alle erforderlichen Nährstoffe im ausreichenden Maße zuführen soll. Sie werfen den Anbietern von Nahrungsergänzungsmitteln vor, die Ängste der Verbraucher, eventuell mangelhaft versorgt zu sein, auszunutzen, um ihre Produkte anzupreisen. Folgende Fragen werden immer wieder gestellt

a) was ist eine ausreichende Versorgung?
b) sind unsere Lebensmittel so nährstoffreich, wie es wünschenswert wäre?
c) gibt es über die Grundversorgung zur Krankheitsvorbeugung hinaus einen höheren Nährstoff-Bedarf?

Dass die Nährstoffzusammensetzung unserer täglichen Nahrung nicht ausreicht, um eine ausreichende Versorgung mit den Vitalstoffen sicherzustellen, wird kaum noch von jemandem ernsthaft bestritten. Es gibt kaum eine Zeitschrift, eine Ernährungsstudie oder eine Gesundheitssendung im Fernsehen, die nicht über die unzureichende Ernährungssituation in unserer westlichen Zivilisation klagt. Dabei ist das Angebot so vielfältig wie noch nie, aber die Qualität der Nährstoffgehalte lässt häufig zu wünschen übrig. Lang ist die Liste möglicher Ursachen: ausgelaugte Böden, Massenzucht, industrielle Lebensmittel-Verarbeitung, lange Lager- und Transportzeiten, Fertiggerichte, genetische Veränderungen, unerlaubte Zusätze, Schwermetalle und Unweltgifte in den Lebensmitteln. Dass die Qualität unserer Lebensmittel verbessert werden muss, zeigen u. a. BSE, Hormonskandale, gepanschte Öle, Tiermehlverfütterung an Wiederkäuer, Antibiotika-Funde in den Produkten.

Unbestritten führt die Lebensmittelauswahl und die Lebensumstände vieler Verbraucher dazu, dass weite Bevölkerungskreise mangelversorgt sind:

  • Kantinen-Esser, Fast-Food-Anhänger

  • junge Frauen, die wegen der Einnahme oraler Kontrazeptiva (Pille) einen erhöhten Vitaminbedarf haben

  • alte Menschen, die durch Schwierigkeiten bei der Zubereitung der Nahrungsmittel, Unverträglichkeiten oder Kauproblemen ihren Bedarf nicht mehr ausreichend decken können

  • Menschen mit hohem Zigaretten- und Alkoholkonsum

  • Hobby- und Leistungssportler

  • chronisch kranke Personen

Häufig gehören Personen gleich mehreren dieser Risiko-Gruppen an. Ihre Versorgungslage ist deshalb bezüglich mehrerer wichtiger Nährstoffe besonders prekär. Über mögliche Mangelsituationen bei einer bestimmten Ernährungs- oder Lebensweise gibt eine Tabelle Auskunft: Lebensmittel-Auswahl und die Lebensumstände