|
Die
Blüten spielen in der Ernährung eine eher untergeordnete Rolle,
da die Früchteproduktion ökonomisch interessanter ist. In Baja
California, wo Opuntien
und andere Kakteen die Landschaft prägen, werden Blüten noch heute
von der einheimischen Bevölkerung gern verzehrt. Den Nährwert
schätzen einige Indianerstämmen zur Stärkung der Abwehr und der
Manneskraft. Die mystische Bedeutung der Blüten, die nur 1 bis
2 Tage blühen, stammt wohl noch aus der Aztekenzeit.
Auf den kanarischen Inseln wird aus den Blüten ein Schnaps gebrannt.
In Israel sind Tees aus den Blüten der Kakteenart Opuntia ficus
indica ähnlich begehrt wie bei uns
der Kamillenblütentee. Die getrockneten Blüten werden mit heißem
Wasser übergossen und geben eine klare gelbe Flüssigkeit, die
kalt oder warm getrunken werden kann. Auch in den Niederlanden,
Deutschland und Österreich gibt es bereits getrocknete Blüten
auf dem Markt.
Der wichtigste Inhaltsstoff in den Blüten sind die ß-Sitosterine,
die zu den Phytosterinen
zählen und eine positive Wirkung auf Blase
und Prostata haben.
Siehe
auch:
|