Phytosterine (ß-Sitosterin)
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Phytosterine,
eine weitere Gruppe der
sekundären Pflanzenstoffe, sind dem Cholesterin
sehr ähnlich - ohne jedoch dessen negative Wirkung zu haben. Die
Vorsilbe "Phyto" deutet daraufhin, dass es sich um "Sterine"
handelt, die aus Pflanzen stammen. Sterine gehören im weitesten
Sinne zu den Fetten und kommen in allen Lebewesen vor. Wichtigster
Vertreter der Sterine bei Tier und Mensch ist das Cholesterin.
Pflanzliche Sterine unterscheiden sich von den tierischen Sterinen
u.a. im Molekülaufbau. Im Gegensatz zu dem Cholesterin haben die
Phytosterine überwiegend positive Wirkungen auf unsere Gesundheit:
Sie reduzieren einen zu hohen Cholesterin-Spiegel, in dem sie
das Cholesterin binden. Es gibt bereits Margarinen auf dem Markt,
die zusätzlich Phytosterine enthalten, um damit einen zu hohen
Cholesterinwert zu bekämpfen.
Phytosterine
kommen nur in den fettreichen Pflanzenteilen, also z. B. den Pflanzensamen
vor. Unter allen Phytosterinen ist das ß-Sitosterin am verbreitetsten.
Es kommt einzeln aber meistens als Gemisch sehr ähnlicher Verbindungen
vor. Neben den verschiedenen Getreidesaaten (Gerstengras,
Roggen) sind z. B. Löwenzahnwurzeln, Inka-Gurken
(Caigua) und die Blüten und Früchte der Feigenkakteen
(Opuntien) reich an ß-Sitosterin. ß-Sitosterin bildet mit dem
Nahrungscholesterin einen Komplex, also ein großes, festgebundenes
Molekül, das die Darmwand nicht mehr passieren kann. Dadurch wird
verhindert, dass Cholesterin aus der Nahrung überhaupt in den
Körper gelangt. ß-Sitosterin ist daher ideal, um die Aufnahme
von Cholesterin aus der Nahrung zu verringern. Durch den Verzehr
von 1 g Phytosterinen am Tag konnte die Cholesterinaufnahme durch
den Körper um 42 % gesenkt werden.
ß-Sitosterin
hat aber noch eine andere erstaunliche Wirkung, wodurch es für
manche Menschen fast noch wichtiger wird: ß-Sitosterin ist nämlich
der Nährstoff, der die Funktion von Blase
und Prostata aufrecht
erhält. ß-Sitosterin hemmt u. a. die Aktivität des Enzyms α-Reduktase
und trägt so dazu bei, dass die Aktivität der Blasenmuskulatur
voll funktionsfähig bleibt. Gleichzeitig verhindert es, dass sich
die Prostata bei Männern im Ater vergrößert. Mit der Nahrung nimmt
der Mensch durchschnittlich 170 - 300 mg ß-Sitosterin am Tag auf.
Ein Teil des ß-Sitosterins der Nahrung wird aber offensichtlich
durch andere Nahrungsbestandteile blockiert, so dass Nahrungsergänzungsmittel,
die nur wenige mg ß-Sitosterin enthalten, häufig deutlich besser
wirken, als eine ß-Sitosterin-reiche Kost. Die Wirkung ist vor
allem dann besser, wenn die Nahrungsergänzungsmittel nüchtern
genommen werden.
Besonders
ergiebige pflanzliche Quellen für ß-Sitosterin sind die Frucht
des Feigenkaktus (Opuntia ficus indica) und die Inka-Gurke (Caigua).
Beide Früchte sind bei uns selten auf den Märkten anzutreffen.
Um so positiver wirken die Inhaltsstoffe dieser Früchte auf die
Blase und die Prostata eines Mitteleuropäers. Für weitere Informationen
klicken Sie am besten hier: Feigenkaktus
oder hier: Inka-Gurke.
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