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Pueraria lobata

Die ursprünglich in China beheimatete Pflanze Pueraria lobata (Kopoubohne, Kudzu) hat sich mittlerweile fast wie ein Unkraut auch in weiten subtropischen bis tropischen Gebieten der USA ausgebreitet. Wenn man durch einige Gegenden Georgias (USA) fährt und glaubt einen grünen Teppich zu sehen, der alles überwuchert, dann handelt es sich um diese Kletterpflanze. Im Winter verwandelt sich das grüne Gewand, das alles zudeckt in ein graues häßliches Laken. Aber im Frühjahr ist schon wieder alles grün. Wenn nicht so ein hoher Schaden für die Land- und Forstwirtschaft, die Stromerzeuger und andere auftreten würde, wäre das Ganze schon schön anzusehen.

Die Pueraria lobata zählt zu den Leguminosen (Bohnen) und kann bis zu 12 m hoch wachsen. Sie wächst im Schatten anderer Bäume oder Büsche meistens an Straßen- oder Feldrändern an den Ästen ihrer Wirtspflanze, an Straßenlaternen oder Strommasten hoch. Unter idealen Bedingungen können dies bis zu 30 cm täglich werden. Selbst wenn in manchem Winter die oberirdischen Teile durch Frost Schaden nehmen sollten, wächst aus den starken Wurzeln im nächsten Frühjahr wieder eine kräftige Pflanze, die schon bald wieder alles überwuchert hat.

 

Die großen Blätter und die sehr angenehm riechenden Blüten machen die Pflanzen auch zu einer attraktiven Gartenpflanze. Dies war auch der Grund, warum die Pflanze Ende des 19. Jahrhunderts in den USA auf botanischen Ausstellungen in Philadelphia und New Orleans ausgestellt wurde. Doch schon bald klagten die Landwirte und die Streckenposten entlang der Straßen und Eisenbahnlinien über den immensen Wildwuchs.

Wie bei anderen Leguminosen-Arten sind auch die in Symbiose mit den Wurzeln der Pueraria lobata lebenden Bakterien in der Lage, Stickstoff aus der Luft zu fixieren. Dadurch trägt die Kudzu nicht unerheblich zur Stickstoffdüngung des Bodens bei. Auch als Erosionsschutz hat sie sich bewährt. Ferner ist sie eine hervorragende Futterpflanze für das Vieh und wegen ihres schnelles Wuchses im Ertrag praktisch nur mit der Soja-Pflanze vergleichbar. In der menschlichen Ernährung macht man sich vor allem den hohen Gehalt an Stärke in den Bohnen zu nutze.

Die schon seit seit 100 n. Chr. bekundete Verwendung der Kudzu-Bohnen in der chinesischen Küche und der Wurzeln in der Heilkunde, wird erst seit einigen Jahren wissenschaftlich genauer studiert. In allen Pflanzenteilen wurden hohe Isoflavonoid-Gehalte festgestellt, die den besonderen Wert der Pflanze ausmachen. Die bei uns erhältlichen Kudzu-Tabletten enthalten Bestandteile der Bohne.