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Risikofaktoren


Die Neigung zu Krampfadern kann vererbt werden. Wenn bei Menschen mit einer ererbten Venenschwäche dann auch noch weitere Risikofaktoren dazukommen, ist das Leiden unausweichlich, falls man nicht schon gleich bei den ersten Anzeichen Vorsichtsmaßnahmen ergreift. Die wesentlichen Risikofaktoren wurden bereits genannt: die Gene, weibliches Geschlecht, Schwangerschaften, Bewegungsmangel, stehende oder sitzende Berufstätigkeit, außerdem Übergewicht, Rauchen, Alter und Wärme. Die Gene, das Geschlecht und Schwangerschaften wird man nicht beeinflussen können oder wollen. Vorbeugen durch Bewegung, Verzicht aufs Rauchen und ein Normalgewicht an zu streben sind also die wichtigsten Maßnahmen.

Zusätzlich haben sich pflanzliche Präparate bewährt, die die Gefäßwände der Venen stabilisieren. Extrakte aus Rosskastanien oder Rotem Weinlaub enthalten ein Gemisch aus pflanzlichen Wirkstoffen, vor allem Saponine und Flavonoide, die die Spannkraft der Venenwände stärken und die Gefäße besser abdichten. Dadurch wird der Teufelskreis durchbrochen, der Rückfluss des Bluts zum Herzen funktioniert besser, weniger Flüssigkeit tritt ins Gewebe über, Schwellungen und Beschwerden bleiben aus.

Rotes Weinlaub
zur inneren Anwendung

Rotes Weinlaub
zur direkten Anwendung für die Beine

was tun bei Venenschwäche?

die Rolle des Weins
in der Volksmedizin

 

 

 

Venenprobleme


Fast jeder dritte Europäer leidet unter einer Schwäche der Venenwände. Krampfadern und eine Schwellung der Beine sind die Auswirkungen. Das Leiden tritt verstärkt auf bei einer überwiegend stehenden oder sitzenden manchmal stundenlangen Tätigkeit ohne Bewegung. Frauen sind besonders nach mehreren Schwangerschaften betroffen.

schematische Darstellung der Beinvenen mit Venenklappen

Als Venen bezeichnet man die Gefäße, die das sauerstoffarme Blut vom Körper ins Herz zurückführen. Kleinste Blutgefäße (Kapillaren), die manchmal gerade nur so groß sind, das ein rotes Blutkörperchen hindurch passt (0,01 mm), vereinen sich zu immer größeren Gefäßen, um das verbrauchte Blut wieder zu sammeln und zum Herzen und zur Lunge zurückzuführen. In dem venöse Geflecht der Beine muss das Blut entgegen der Schwerkraft zum Herzen hoch fließen. Der Druck durch die Herztätigkeit, der in der Aorta und in den anderen vom Herzen führenden großen Arterien noch bei 100 bis 180 mmHg lag, auf nun ungefähr 10 mmHg abgesunken ist, fließt das Blut sehr träge zum Herzen. Es leuchtet schnell ein, dass es dabei leicht zum Stau in den Beinen kommen kann.

Glücklicherweise gibt es aber in den Venen, anders als in den Arterien ein Klappensystem, das wie ein Rückschlag-Ventil funktioniert und den Blutfluss nur in Richtung Herzen zulässt. Genauso wichtig ist ein anderer Mechanismus, die sogenannte Muskel-Venen-Pumpe. Die in den Muskeln eingebetteten Venen werden bei jeder Kontraktion der Muskulatur zusammengepresst und denk der Klappen, fließt das Blut dann ein Stück in Richtung des Herzens. Hier sieht man wie wichtig Bewegung ist, denn nur bei Bewegung funktioniert die Muskel-Venen-Pumpe. Um das 40fach wird der Blutfluss durch eine aktive Muskelarbeit gesteigert.

Staut sich das Blut in den Venen, tritt Blutflüssigkeit durch die dünnen Venenwände und sammelt sich im umliegenden Gewebe. Es entstehen Schwellungen, vor allem in den Beinen. Ein anhaltender Stau dehnt die Venen weiter und verhindert sogar das richtige Schließen der Venenklappen. Der Blutstau verstärkt sich weiter. Die erweiterten, oft geschlängelt aussehenden Venen an der Hautoberfläche, bezeichnet man als Krampfadern. Sie bilden sich allein nicht mehr zurück, wenn sie einmal entstanden sind. Krampfadern können harmlos sein und dann allenfalls kosmetisch unschön aussehen, aber sie können sich auch entzünden.